Digitalisierung heißt Umdenken!

Standpunkt  /  Christian Seelos – e21.digital-Redaktion

Megatrends gibt es in der Energiewirtschaft immer wieder: Die Liberalisierung war ein solcher und brachte den Verbrauchern mehr Anbieterauswahl. Der Klimaschutz war und ist ein solcher und eröffnete den Verbrauchern Zugang zu neuen grünen Energiequellen. Die Dezentralisierung ist ein solcher und bringt die Energie näher an die Verbraucher. Für klassische Energieversorger hatten diese Trends stets die gleiche Folge: Der Kampf um den Kunden wurde härter. Hieß es früher noch: Mein Versorgungsgebiet, mein Kunde, mein Geschäft, so nimmt der Eigenanteil der Versorger an ihrem ursprünglichen Geschäft immer weiter ab. Das wird sich mit dem aktuellen Megatrend, der Digitalisierung, noch verschärfen. 

Eröffneten dezentrale Ökoenergieanlagen Verbrauchern die Möglichkeit, ihre Energie zumindest teilweise selbst zu erzeugen, ermöglicht ihnen die Digitalisierung den nächsten Schritt in die Energiezukunft: Sie werden selbst zum Energiehändler. Wie das geht, zeigt der Speicherproduzent Sonnen GmbH aus dem Allgäu. Der Hersteller will die Nutzer seiner Heimsysteme künftig über eine Vermarktungsplattform miteinander vernetzen. So können Fotovoltaik-Anlagenbetreiber ihren Strom weiterverkaufen, wenn sie ihn nicht benötigen, oder über ein angeschlossenes Direktvermarktungstool handeln. Bezieht ein Mitglied Strom von einem anderen, zahlt er dafür einen Preis von 23 Cent/kWh – und damit weniger als beim klassischen Versorger...

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