Gastkommentar: Mehr Power für die Wärmewende

Markt & Technik  /  Tobias Assmann, Enerstorage GmbH

Im Strommarkt gibt es Überschüsse an grüner Energie. Im Wärmemarkt hinken die erneuerbaren Energien den politischen Zielmarken dagegen hinterher. Power-to-Heat könnte ein Weg sein, die Überschussproduktion aus dem Strommarkt in den Wärmemarkt zu lenken. Noch rechnen sich solche Modelle nur über Zusatzerlöse aus dem Regelenergiemarkt. Doch das könnte sich schon bald ändern. Ein Gastkommentar von Enerstorage-Geschäftsführer Tobias Assmann.

Mit seinem Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch ist Deutschland laut Statistikbehörde Eurostat nicht einmal europäisches Mittelmaß. Schuld daran ist vor allem der Wärmemarkt. Nur sechs von 28 EU-Staaten haben hier schlechtere Werte als die Bundesrepublik. Angesichts dieses miesen Zeugnisses ist es schwer verständlich, warum die bestehenden Chancen zur Energiewende im Wärmebereich nicht besser genutzt werden. Und auch, warum regulatorische Hürden wie etwa die ungleiche Behandlung durch Umlagen und Netzentgelte, neue technologische Wege zusätzlich erschweren.

Gerade in der Verknüpfung von Strom- und Wärmesektor, beispielsweise durch Power-to-Heat, liegt viel Potenzial brach. Dabei ist die Überführung von überschüssig erzeugtem, erneuerbarem Strom in Dampf und seine Nutzung im Wärmemarkt eine echte Alternative zu fossilen Brennstoffen. Und die braucht es dringend. Biomasse, Geothermie und Wärmepumpen haben alleine nicht ausreichend Potenzial, den Wärmebedarf zu decken...

 

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