Interview mit Dr. Ulrich Groß, Technischer Geschäftsführer, und Karsten Thielmann, Kaufmännischer Geschäftsführer, Rheinische Netzgesellschaft mbH

Interview  /  Michaela Tix

Unter den Verteilnetzbetreibern formiert sich Widerstand, dass zu viele Daten und Kompetenzen in Richtung Übertragungsnetzbetreiber wandern. e|m|w-Redakteurin Michaela Tix sprach mit den beiden Geschäftsführern der Rheinischen Netzgesellschaft (RNG), einer der größten Verteilnetzbetreiber Deutschlands, über die Hintergründe. Logistische Herausforderungen sind in ihren Augen zudem die anstehende Marktraumumstellung im Gasbereich sowie der Smart-Meter-Rollout.

e|m|w:
Auf Seite der Verteilnetzbetreiber werden kritische Stimmen lauter, die vor einem zu starken Einfluss der Übertragungsnetzbetreiber warnen. Was steckt dahinter?

Karsten Thielmann:
Es ist offensichtlich, dass durch die Erneuerbaren Flexibilität in die Verteilnetze verlagert wird und die Verteilnetze in einem dezentralen Energiesystem an Bedeutung gewinnen. Aber es werden uns Verteilnetzbetreibern nicht mehr Kompetenzen zugestanden, sondern es wird im Gegenteil versucht, die Kompetenzen der Übertragungsnetzbetreiber mit dem Holzhammer so zurecht zu klopfen, dass diese ihre bisherige Funktion auch in den Verteilnetzen wahrnehmen können.

e|m|w:
Können Sie Beispiele nennen?

Karsten Thielmann:
Die sternförmige Kommunikation im Rahmen des Digitalisierungsgesetzes ist ein prominentes Beispiel aus dem vergangenen Jahr, aber nur die Spitze des Eisbergs. Die Verteilnetzbetreiber geben hier ihre Bilanzierungsverantwortung an die Übertragungsnetzbetreiber ab, aber nicht für alle, sondern nur sukzessive für die vom Rollout betroffenen intelligenten Messsysteme.

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