Neuberechnung des Xgen für die dritte Regulierungsperiode

Die Stellschrauben für den Produktivitätsfaktor
Regulierung & Netze  /  Dr. Eva Deuchert und Sabine Streb, Regulierungsmanagerinnen, Netze BW

Die Bundesnetzagentur muss zu Beginn der dritten Regulierungsperiode den „generellen sektoralen Produktivitätsfaktor“ (Xgen) neu bestimmen. Hierfür plant sie, unterschiedliche Daten und Methoden zu verwenden. Dieser Artikel beschreibt den derzeitigen Stand des Verfahrens und identifiziert die wichtigen Stellhebel bei der Bestimmung des Xgen.

Im deutschen Regulierungskontext werden die Erlöse auf Basis der Kosten eines Basisjahres bestimmt. Um exogen verursachte Kostensteigerungen innerhalb der Regulierungsperiode abzubilden, werden die Basisjahrkosten mit dem Verbraucherpreisindex (VPI) inflationiert. Der VPI misst allerdings die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen. Darunter fallen zum Beispiel Nahrungsmittel, Bekleidung, Kraftfahrzeuge oder Mieten. Der „generelle sektorale Produktivitätsfaktor“ (Xgen) ist daher als Korrekturfaktor für den VPI zu verstehen. Er soll den Unterschied zwischen der Kostenentwicklung beim effizienten Betrieb eines Strom- oder Gasnetzes im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Preisentwicklung abbilden (Bernstein & Sappington, 1999).

Die Höhe des Xgen war in den ersten beiden Regulierungsperioden in der Anreizregulierung festgeschrieben und muss zu Beginn der dritten Regulierungsperiode von der Bundesnetzagentur neu festgelegt werden. Die Bundesnetzagentur hat im Dezember 2016 dazu ein Gutachten veröffentlicht (WIK, 2016). Dieses Gutachten beschreibt unterschiedliche Methoden zur Ermittlung des Xgen, beinhaltet aber keine konkreten Berechnungen. Der Xgen soll für Gas- und Stromnetzbetreiber getrennt berechnet werden...

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