"Ziel ist die digitale Transformation".

Schwerpunkt: Agile Leadership  /  Interview mit Meike Birkenmaier - Gasag AG, Berlin

Lernen aus der Start-up-Welt: Viele Unternehmen aus der Energiewirtschaft arbeiten aktuell daran, ihre Organisationstruktur zu modernisieren. Das „agile Unternehmen“ ist das Ziel. Mehr Eigenverantwortung, Flexibilität und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit sind die Markierungen auf dem Weg dorthin. Auch der Berliner Energieversorger Gasag macht sich mit seiner 170-jährigen Firmengeschichte daran, agiler zu werden. energate-Chefredakteur Christian Seelos sprach mit Meike Birkenmaier, Bereichsleiterin Personal und Recht der Gasag, über die einzelnen Bausteine dieses Vorhabens.

e|m|w.trends: Frau Birkenmaier, wie macht man aus einem Traditionsunternehmen mit 170-jähriger Geschichte ein agiles Unternehmen?

Birkenmaier: Wir haben sehr viele unterschiedliche Projekte aufgesetzt, die sich in den Gesamtkontext „agiles Arbeiten“ einfügen. Das Thema agile Organisation ist sehr breit. Für uns ist aktuell nicht das Ziel, sondern der Weg dorthin das Entscheidende. e|m|w.trends: Was versprechen Sie sich von den einzelnen Projekten? Birkenmaier: Es geht dabei um Stichworte wie Mitarbeiterbeteiligung, Eigenverantwortung, Flexibilität, Kollaboration und Transparenz. Auch Veränderungs- und Innovationsfähigkeit sind ganz wesentliche Voraussetzung, die man als Unternehmen im heutigen Umfeld braucht, um erfolgreich zu sein. Wir arbeiten daher an vielen un-terschiedlichen Strängen, die auf das Gesamtziel einzahlen.

e|m|w.trends: Wer koordiniert einen solchen komplexen Prozess?

Birkenmaier: Das ist eine Frage, die man gar nicht klassisch beantworten kann. Es ist nicht mehr eine Abteilung oder eine Person, die sich um ein Projekt kümmert. Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Wir haben ein Projekt zur digitalen Transformation, das nennt sich Xplore. Ausgangspunkt war die IT-Abteilung, die gesagt hat, wir haben das neue Office 365, das bietet uns ganz neue Wege der Zusammenarbeit. Andere Abteilungen sind schnell aufgesprungen, da sie am gleichen Thema arbeiten, etwa die Strategie-, die Personal- oder die Kommunikationsabteilung. So haben wir das Projekt gemeinsam initiiert, anfangs ohne Kapazitäten oder Budget. Es waren vielmehr einige Bereichsleiter, die sich zusammengesetzt und gesagt haben, lasst uns einfach mal machen. Dann haben wir gemeinsam Kapazitäten und Budget zusammengetragen und bei Kollegen darum geworben. Um bei alle den verschiedenen Projekten aber nicht zu viel Durcheinander zu bekommen, gibt es natürlich eine Abteilung in der Gasag-Gruppe, die sämtliche laufende strategische Initiativen und Projekte im Überblick hat...

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