Der regionale Energieabgleich ist machbar

SpartenĂŒbergreifendes Infrastrukturprojekt in der Eifel fĂŒr Klimaschutz und Strukturentwicklung
Erzeugung & Infrastruktur  /  Arndt MĂŒller, Sprecher des Vorstandes, Landwerke Eifel AöR Fotos &

Eine sichere und moderne Trinkwasser-, Energie- und Telekommunikationsversorgung zu guten Konditionen, die gleichzeitig einen Beitrag zur Energiewende leistet – kein geringeres Ziel setzt sich das Projekt „Regionales Verbundsystem Westeifel“, das die Landwerke Eifel derzeit realisieren. Baubeginn war im Juni. Läuft alles nach Plan, wird das Gesamtprojekt 2023 fertig gestellt.

Mit dem „Regionalen Verbundsystem Westeifel“ machen die Landwerke Eifel (LWE) ihre Region fit für die Zukunft: Kernstück des Projekts ist der Neubau einer integrierten, rund 80 Kilometer langen unterirdischen Nord-Süd-Trasse, ergänzt durch eine rund 45 Kilometer lange Ost- West-Trasse. Neben der Transportleitung für Trinkwasser werden je nach Abschnitt Leitungen verschiedener Sparten, wie Erdgas, Biogas oder Glasfasernetze, mitverlegt. Die Nutzung der topografischen Gegebenheiten minimiert dabei den Energieeinsatz für die Trinkwasserversorgung. Durch den Einsatz von Turbinen erzeugen die LWE sogar Strom über das Trinkwassersystem. Durch die Einbindung regionaler regenerativer Erzeugungsanlagen und die Optimierung und intelligente Steuerung der Lastprofile – beispielsweise von Kläranlagen, Trinkwasseranlagen oder Industrie- und Gewerbekunden – schafft das Projekt zudem wichtige Voraussetzungen für einen Energieabgleich in der Region und leistet einen Beitrag für den regionalen Klimaschutz.

Spatenstich im Juni 2018
Nach einer intensiven Planungs- und Genehmigungsphase startete der Leitungsbau im Juni 2018. Die Umsetzung der zahlreichen Einzelabschnitte ist bis 2023 geplant. In Zusammenarbeit mit der zuständigen Genehmigungsbehörde SGD Nord sind die Genehmigungsverfahren für die ersten Bauabschnitte abgeschlossen, sodass die entsprechenden Baugenehmigungen bereits vorliegen. Geplant ist zudem eine Erweiterung des Projekts um die Ost-West-Trasse, wodurch die Infrastruktur von zwei weiteren Verbandsgemeinden bei der Neukonzeptionierung der Wasserversorgung berücksichtigt und gleichzeitig die Biogasanlagen im südlichen Projektgebiet miteinander vernetzt werden können.

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