"Thermisch ist nicht mehr zwingend fossil."

Interview  /  Interview mit Matthias Zelinger, GeschĂ€ftsfĂŒhrer, VDMA Power Systems

Der Anlagenbau ist einer der Hauptbetroffenen der Energiewende. So werden weltweit immer weniger Großkraftwerke gebaut, während andere Technologien wie die Windkraft in den Vordergrund rücken. Matthias Zelinger hat beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) eine Doppelrolle inne: Er ist Geschäftsführer im Fachverband Power Systems und energiepolitischer Sprecher im VDMA. e|m|w sprach mit ihm über die politischen Rahmenbedingungen und darüber, welche Speichermöglichkeiten sich für welche Einsatzzwecke anbieten. Zudem erklärt er im Interview, warum er lieber von thermischen Kraftwerken spricht anstatt von fossil betriebenen.

e|m|w:
Steht Ihre Branche hinter der Energiewende?

Matthias Zelinger:
Der VDMA steht in seiner Gesamtheit hinter der Energiewende. Sie wird insgesamt und dauerhaft als Standortvorteil gewertet. Die Anlagenbauer sehen darin Marktchancen, da sie sowohl die notwendigen Effizienztechnologien für die Energiewende anbieten als auch Erneuerbaren- Anlagen und Speichertechnologien, etwa Power-to-X-Anlagen. Langfristig gesehen ist die Energiewende auch volkswirtschaftlich sinnvoller, da sie uns unabhängiger von Energieimporten macht. Wir schauen aber natürlich auch sehr auf die Effizienz der Energiewende. In einigen Regionen Deutschlands leiden beispielsweise Unternehmen unter den hohen Netzkosten aufgrund des Netzumbaus.

e|m|w:
Wie bewerten Sie die Ausschreibungen für Wind- und Solaranlagen?

Matthias Zelinger:
Wir halten Ausschreibungen grundsätzlich für das richtige Instrument. Allerdings rächt sich nun, dass anfangs Bürgerwindprojekte keine Genehmigung vorweisen mussten. Das schmerzt die Branche richtig. Für 2019 haben wir im Auftragsbestand aus Deutschland ein knackiges Loch. Hier hoffen wir auf die im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Sonderausschreibungen. Von großer Bedeutung für uns wird auch sein, mit welcher Konsequenz die Politik das anvisierte Ziel von 65 Prozent erneuerbare Energien bis 2030 verfolgt.

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