Intelligenz für die Energiewende

e|m|w.trends  /  Frédéric Gastaldo, CEO und Mitgründer der tiko Energy Solutions AG

Die neue Energiewelt braucht intelligente Lösungen. Die Ziele und Auswirkungen der Energiewende, Dekarbonisierung und Zunahme der erneuerbaren Energien sowie die steigende Elektrifizierung der Systeme zeigen, dass die zentralisierte, alte Energiewelt nicht mehr funktioniert. Die Stromnetze sind bereits jetzt an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Der Netzausbau hinkt der Energiewende ebenso hinterher wie die Entwicklung und Erschließung von Großspeichern. Mit dezentralen Systemen lassen sich diese Herausforderungen zwar meistern, doch die reine Verbreitung dezentraler Anlagen ist nicht ausreichend. Um die Energiezukunft effizient zu gestalten, müssen die dezentralen Einheiten intelligent in das bestehende Energiesystem integriert sein.

Die Zahl und der Umfang neuer dezentraler Systeme, wie Solaranlagen, Elektroautos oder Heimspeicher, steigen zwar langsam, aber stetig. Sie spielen bisher vielleicht nur eine kleine Rolle im Markt, aber die bereits bestehenden Millionen dezentraler Einheiten, wie beispielsweise Wärmepumpen, Wasserboiler oder elektrische Heizungen, können bereits heute eine wesentliche Rolle in einer dezentralen Energiewelt spielen.

Haushalte: Der schlafende Riese

Dezentralisierung lässt sich aber nicht verordnen. Politische Entscheidungen sind hilfreich, allerdings in ihrer Umsetzung oft zu langsam. Die gewerblichen und industriellen Verbraucher setzen immer häufiger auf Energieeffizienz und Lastmanagement, entweder um Kosten bei Umlagen – wie durch die Einführung von Energiemanagementsystemen nach ISO 50001 – zu sparen oder weitere Einsparungen beim Commodity-Bedarf beziehungsweise Erlöse durch Demand Side Management zu generieren.

Die große Zahl der Haushaltskunden nimmt derweil nur passiv oder eingeschränkt an der Energiewende teil. Sie zahlen für die Erneuerbaren die EEG-Umlage oder produzieren Strom in eigenen Solaranlagen lediglich zur EEG-Netzeinspeisung oder zum Eigenverbrauch. Darüber hinaus sind sie in den Systemwechsel Energiewende nicht eingebunden. Dabei birgt die große Anzahl der Haushalte viel Potenzial. Allerdings ist das Management dieser vielen dezentralen Einheiten wesentlich komplexer als das eines einzelnen Kraftwerks. Intelligente Plattformen ermöglichen es, die Haushalte zu aktivieren und den „schlafenden Riesen“ zu wecken...

 

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