Contracts for Differences

Erneuerbaren-Förderung nach britischem Vorbild
Erzeugung & Infrastruktur  /  Michael Cieslarczyk und Andreas Gunst, Partner, DLA Piper

In Zeiten des bevorstehenden Brexits betrachten weite Teile der Wirtschaft die Entwicklungen in Großbritannien mit großer Skepsis und Sorge. Im Bereich der Förderung der erneuerbaren Energien scheint jedoch ein genauerer Blick nach Großbritannien angezeigt. Denn das inzwischen erfolgreiche britische Fördermodell der sog. Contracts for Differences (CfD) könnte zukünftig auch hierzulande sinnvoll zur Fortentwicklung der Erneuerbaren-Förderung beitragen.

Deutschland setzt bereits seit dem Jahre 1991 auf die staatliche Förderung erneuerbarer Energien und treibt die Energiewende auch heute weiter voran. Gleichzeitig rücken aber auch die Kosten der Energiewende und speziell der Förderung der erneuerbaren Energien mehr in den Fokus. Die stetige Fortentwicklung der Fördermechanismen ist dabei insbesondere von dem Bestreben nach einer möglichst vollständigen Marktintegration der erneuerbaren Energien und in der Folge sinkenden Kosten für Industrie und Haushalte geprägt.

Im Ausland wurden die deutschen Fördermechanismen anfangs teils skeptisch verfolgt. Dort waren Marktteilnehmer wie Behörden häufig erstaunt, mit welch ungeheurem finanziellen Aufwand die Energiewende hier angegangen wurde. Die Probleme, die durch diese Form der Förderung und deren stetig wachsende Kosten für Verbraucher und Teile der Industrie entstehen könnten, schienen dort viel früher thematisiert zu werden als in Deutschland selbst.

Im europäischen Ausland wurden zunächst häufig Zertifikatssysteme präferiert, weil man eine schnellere Marktintegration und einen Preiswettbewerb bei den Zertifikaten erwartete. In der Praxis zeigten sich jedoch vielfach Probleme bei der (Projekt )Finanzierung. Auch konnten einheitliche Preise für Zertifikate kaum einem erhöhten Förderbedarf bei neuen Technologien Rechnung tragen. So wurden schließlich die Anzahl der Zertifikate, die Nachfrage oder die Preise gesetzlich bzw. behördlich stetig so angepasst, dass auch im Rahmen der Zertifikatssysteme immer eine Mindestförderung erfolgte. Aber auch dieses Modell wurde nicht final beibehalten, die Fördersystematik wurde im Laufe der Zeit umfassend modernisiert.

Den vollstÀndigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6|18 der e|m|w. Alle Artikel der Ausgabe 6|18

Hier ist es ihnen ebenfalls möglich, die Ausgabe zu erwerben.