"Erzeugung und Verbrauch möglichst auf regionaler Ebene ausgleichen"

Interview  /  Interview mit Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-Ergie

Der Vorstandsvorsitzende des Nürnberger Energieversorgers N-Ergie, Josef Hasler, gilt als durchaus meinungsstark. Auf der jüngsten Bilanzpressekonferenz des Unternehmens brachte er einen nationalen Emissionspreis ins Gespräch. Zudem hält er eine Trennung Deutschlands in zwei Strompreiszonen durchaus für denkbar. Im e|m|w-Interview äußerte er sich zu den Details. Thema des Gesprächs war auch, wie es mit dem Erzeugungspark der N-Ergie und der Ladeinfrastrukturtochter Emonvia weitergeht.

e|m|w: Herr Hasler, Sie haben einen nationalen Emissionspreis in Höhe von 40 bis 50 Euro pro Tonne CO2 ins Spiel gebracht. Wie könnte dieser ausgestaltet sein?

Hasler: Es geht uns in erster Linie darum, einen CO2-Preis zu installieren, der Lenkungswirkung für den Klimaschutz entfaltet. Wie dieser genau ausgestaltet wird, darüber wird man noch im Detail diskutieren müssen. Experten haben ausgerechnet, dass beispielsweise ein Preis von 40 Euro pro Tonne CO2 den Preis je Liter Mineralöl um etwa 10 Cent verteuern wird. Bei welchem Preis hinreichend Lenkungswirkung erreicht wird, muss die Wissenschaft ermitteln und die Politik letztendlich festsetzen. In jedem Fall wäre dann aber die Reduzierung anderer Abgaben – wie der Stromsteuer – empfehlenswert, damit die angestrebte Lenkungswirkung hin zu mehr Klimaschutz für unsere Wirtschaft darstellbar und für die Endverbraucher auch ohne soziale Härten möglich ist...

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