"Der Kohleausstieg macht uns nicht nervös"

Interview  /  Interview mit Frank Mastiaux, Vorstandsvorsitzender der EnBW

Durch den Kohleausstieg werden die Karten der deutschen Kraftwerksbetreiber neu gemischt. Die Kräfteverhältnisse ändern sich, die Energielandschaft kommt einmal mehr in Bewegung. Im e|m|w-Interview erläuterte der Vorstandsvorsitzende der EnBW, Frank Mastiaux, warum er ein gutes Blatt in seinen Fingern hält. Aber auch die Strategie der EnBW bei den deutschlandweit ersten förderfreien Solarprojekten und dem lang erwarteten Smart-Meter- Rollout kommen zur Sprache.

e|m|w: Wie nervös machen Sie die Empfehlungen der Kohlekommission – werden auf den Konzern Einschnitte zukommen?

Mastiaux: Die Empfehlungen der Kommission machen uns keineswegs nervös, im Gegenteil: Sie bieten aus meiner Sicht eine gute Basis für eine langfristig verlässliche und gesellschaftlich breit akzeptierte Lösung zum Ausstieg aus der Kohle. Und sie bestärken uns, die Dekarbonisierung weiter mitzugestalten. Wie viele andere Marktteilnehmer auch war die EnBW im konventionellen Kraftwerksbereich bereits vor Jahren durch die Marktpreisentwicklung und deutlich rückläufige Betriebsstunden wirtschaftlich unter Druck gekommen. Auf diese Entwicklung haben wir frühzeitig reagiert: Wir haben in den vergangenen Jahren Anlagen im großen Umfang stillgelegt und sind auch aus Verträgen ausgestiegen. Insgesamt haben wir unser Portfolio seit 2012 um rund 2.600 Megawatt bei den CO2-intensiven Erzeugungsanlagen reduziert. Das entspricht einem Rückgang von fast 40 Prozent. 

e|m|w: Sind alle Hausaufgaben gemacht oder stehen weitere Stilllegungen an?

Mastiaux: In der Tat haben wir schon eine Menge an Hausaufgaben erledigt. Mit dem aktuellen Kraftwerkspark lässt sich gut wirtschaften, Effizienzmaßnahmen wurden umgesetzt, Instandhaltungen zusammengelegt. Aber noch immer prüfen wir monatlich und standortscharf die Ertragslage.

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