Grüner Wasserstoff: Neue Geschäftsmodelle für Energieversorger

e|m|w.trends  /  Von Christian von Olshausen, CTO, Sunfire GmbH

Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien in den deutschen Netzen und den Plänen zu Atom- und Kohleausstieg wird die Sektorenkopplung über Wasserstoff und synthetisches Methan sowie synthetische Kraftstoffe immer wichtiger. So rückt die Technologie auch immer mehr in das Interesse der Energiewirtschaft, was nicht zuletzt die vielen Bewerbungen von regionalen Playern für die Reallabore des Bundeswirtschaftsministeriums zeigen. Im Folgenden wird ein Überblick über den aktuellen Stand der Technologien gegeben.

Alkali oder PEM – lange Zeit galten diese weitgehend ausgereiften Elektrolyse- Technologien als einzige Alternativen, um grünen Wasserstoff im industriellen Maßstab herzustellen und damit die Dampf-Reformierung von Erdgas abzulösen. Doch mittlerweile ist mit der Hochtemperatur-Elektrolyse eine junge, aber ernstzunehmende dritte Technologie auf dem Markt erhältlich – Sunfire arbeitet aktuell an der ersten Hochtemperatur-Elektrolyse im Megawatt-Maßstab.

Diese Art der Elektrolyse ist die jüngste der drei Elektrolyse-Technologien. Ihr entscheidender Vorteil ist, dass nicht nur flüssiges, sondern auch gasförmiges Wasser (Wasserdampf) in seine Bestandteile zerlegt werden kann. Dadurch muss die sogenannte Verdampfungsenthalpie nicht mit teurer elektrischer Energie überwunden werden. Vielmehr kann hierzu Abwärme etwa aus industriellen Prozessen Verwendung finden —der Wirkungsgrad des Dampf-Elektrolyseurs steigt damit auf mehr als 82 Prozent...

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