Ein bisschen agil (wie) geht das?

Hybride Zusammenarbeitsformen im Stadtwerk
Organisation & Strategie  /  Dr. Heike Hahn, Geschäftsleitung, con|energy unternehmensberatung

Viele Stadtwerke wollen agiler werden. Warum eigentlich? – „Weil es jetzt alle machen“ ist sicher kein adäquates Motiv. Vielmehr gibt es dafür gute Gründe. Und auch Möglichkeiten, zunächst in wenigen Unternehmensteilen eher hierarchische Vorgehensweisen um agile Elemente zu erweitern. Da ist es auch erlaubt, existierende Rahmenwerke wie Scrum so auszugestalten, dass sie für die eigene Aufgabenstellung passend sind.

Gleich zu Beginn lässt sich eine wesentliche Frage stellen: „Warum ist „Agilität“ erstrebenswert?“ Im Grunde lässt sich die Antwort auf zwei Punkte reduzieren: Die Anforderungen, die sich aus Entwicklungen im Umfeld ergeben, erfordern anpassungsfähige Organisationsmodelle und schnelle Reaktionszeiten. Außerdem erwarten immer mehr Mitarbeitende flache Hierarchien sowie mehr Flexibilität und Eigenverantwortung bei der Gestaltung ihrer Arbeitsabläufe. Die Lösung für diese beiden Anforderungen versprechen agile Methoden, die Prozesse nicht an starren Hierarchien, sondern flexibel an den Erfordernissen des Projektes ausrichten.

Anforderungen des Marktes

Stadtwerke sind mit Blick auf die Erfordernisse der Energiewende und als Reaktion auf den Mengen- und Margenrückgang im Geschäft mit Strom und Gas gefordert, sich ganzheitlicher aufzustellen und ihr Angebot regelmäßig auch um kerngeschäftsfremde Leistungen zu erweitern. Eine Konsequenz ist, dass sie bei einer solchen Entwicklung mit branchenfremden Anbietern konkurrieren, und daher in der Lage sein müssen, in Bezug auf Schnelligkeit und Leistungsfähigkeit mitzuhalten. Stadtwerke mit Breitbandangeboten sind zum Beispiel schon heute gefordert, Anbietern wie der Deutschen Telekom, Vodafone/ Unity Media, die immer wieder Aktionsangebote platzieren, Preisanpassungsprozesse entgegenzusetzen, die sich eben nicht wie im Strom- und Gasbereich über Monate hinziehen...

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