Sektorkopplung kostenneutral für Verbraucher?

Erste Studie zeigt Auswirkungen für private Verbraucher
Schwerpunkt: Sektorkopplung  /  Von Anett Ludwig, Policy Officer für erneuerbare Energien und Strommarkt, Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, müssen in vielen Bereichen fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Der Einsatz von sauberem Strom im Wärmebereich kann ein Teil der Lösung sein. Mit der sogenannten Sektorkopplung zwischen Strom und Wärme ändert sich der Energiemix bei der Wärmeversorgung. Wie sich das auf die Energiekosten von Verbraucherinnen und Verbrauchern auswirkt, hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in einem Gutachten vom Öko-Institut e.V. untersuchen lassen.

Deutschland muss seine Treibhausgasemissionen nicht nur im Sektor Strom, sondern auch im Sektor Wärme senken, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Der Anteil des Gebäudesektors bei den Treibhausgasemissionen liegt bei circa 30 Prozent. Besonders in den Sektoren Wärme, Verkehr und Landwirtschaft kommt die Bundesregierung nicht voran, die Treibhausgasemissionen zu senken. Analysen der Think Tanks Agora Energiewende und Agora Verkehrswende kommen zum Ergebnis, dass die Nichteinhaltung der Klimaschutzziele Deutschland bis 2030 bis zu 60 Milliarden Euro kosten würde. Diese Kosten werden auf die nicht-privilegierten Endverbraucher, also maßgeblich auf die privaten Verbraucher, umgelegt...

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