Thema des Monats: Gastransport aus Russland

DE - Gasmarkt  /  Dr. Heiko Lohmann

Kurz vor Weihnachten kam es sowohl bei den US-amerikanischen Sanktionen gegen Nord Stream 2 (soweit die verkürzte Bezeichnung) als auch bei den Verhandlungen über den zukünftigen Ukrainetransit zum Showdown. Im Grunde zeitgleich wurden eine Grundsatzvereinbarung über den zukünftigen Transit durch die Ukraine erzielt sowie die US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 beschlossen. Das war der Stand beim Redaktionsschluss der Januarausgabe. Mittlerweile sind die Details und die unmittelbaren Auswirkungen bekannt. Sie sollen im Folgenden beschrieben werden.

1.1 Nord-Stream-2-Sanktionen

Präzise sieht der Protecting Europe’s Energy Security Act (PEESA) Sanktionen gegen alle Personen vor, die Schiffe zur Verlegung von Pipelines in einer Wassertiefe von mehr als 30 Metern für die Projekte Nord Stream 2 und TurkStream in irgendeiner Weise zur Verfügung stellen. Obwohl das Gesetz eine Phase von 30 Tagen zur Beendigung von Arbeiten vorsieht, hat Allseas, das Unternehmen, dem die beiden Verlegeschiffe für die Nord Stream 2 gehören, diese Schiffe unmittelbar nach Unterzeichnung des Gesetzes durch den US-Präsidenten zurückgezogen und wenige Tage später den Rückzug aus dem Projekt bekannt gegeben. Warum, wird sofort klar, wenn man den Brief der beiden Senatoren Ted Cruz und Ron Johnson vom 18. Dezember an den Allseas-Vorstandsvorsitzenden Edward Heerema liest (der Brief ist auf der Internetseite von Ted Cruz veröffentlicht)...

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