Schwerpunkt: H2 – Hoffnung oder Hype? Von Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender, Deutscher Verein des Gasund Wasserfaches e.V. (DVGW)

Wasserstoff gehört in den Wärmemarkt

In allen Sektoren, auch im Wärmemarkt, sind größere Anstrengungen als bisher zur CO2- Minderung notwendig. Denn die Bundesregierung hat die Klimaziele noch einmal verschärft. Bis 2030 sollen nun 65 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen werden als 1990. Das bedeutet: Wasserstoff bzw. Erdgas-Wasserstoff-Gemische müssen auch dort eingesetzt werden, wo er möglichst vielen Menschen nutzt: im Wärmemarkt. Aus technischer Sicht ist eine Beimischquote von bis zu 20 Prozent durchaus realisierbar.

Vor allem beim Heizen entfaltet Wasserstoff die größte Klimaschutz-Wirkung. Denn es sind 16 Millionen Verbraucher - das entspricht 50 Prozent aller Haushalte - an die Gasnetze angeschlossen, die als Heizungskunden direkt an der Energiewende mit Wasserstoff teilhaben könnten. Denn gerade der Wärmemarkt weist den Vorteil niedriger Wasserstoff-Systemintegrationskosten sowie eine geringe Zahl Wasserstoff-sensibler Verbraucher auf, so das Ergebnis einer neuen Studie, die Frontier Economics im Auftrag des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V (DVGW) durchgeführt hat. Durch perspektivisch sinkende Wasserstoffpreise könnten die CO2-Vermeidungskosten im Wärmemarkt schnell sinken. Hinzu kommt: Die für den Wärmesektor typischen starken saisonalen Nachfrageschwankungen erfordern einen hohen Speicherbedarf, der nur mit Molekülen, also Wasserstoff und weiteren klimaneutralen Gasen, zu bewerkstelligen ist. 

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