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Agile Leadership
"Agiles Arbeiten" lautet derzeit das Zauberwort, wenn es darum geht, Unternehmen fit f√ľr die Zukunft zu machen. Das gilt auch f√ľr die Energiewirtschaft: Immer mehr Versorger f√ľhren agile Methoden ein, um schneller, besser und erfolgreicher zu werden. Doch was bedeutet das f√ľr F√ľhrungskr√§fte? Sie m√ľssen die Rahmenbedingungen f√ľr ein st√∂rungsfreies Arbeitsumfeld schaffen, Unternehmensziele definieren und strategische Ma√ünahmen ableiten. "Strategie wird so wieder zur t√§glichen Hauptarbeit von F√ľhrungskr√§ften", schreibt unser Gastautor Timo Eggers vom Energiedienstleister Quantum.

Doch gerade in Unternehmen mit wenig Erfahrungen mit agilen Methoden entstehen oft gro√üe Widerst√§nde. In unserem Schwerpunkt zum Thema "Agile Leadership" lesen Sie, wie F√ľhrungskr√§fte typische Fehler von Anfang an vermeiden und welchen Beitrag Social-Collaboration-Tools zu einer agileren Zusammenarbeit leisten k√∂nnen. Wie ein solcher Umbau in der Praxis aussieht, erl√§utert Gasag-Personalleiterin Meike Birkenmaier im Interview: "Jetzt starten wir in Projekte, ohne zu wissen, welcher der beste Weg zum Ziel ist. Das ist f√ľr die Energiewirtschaft neu und bedeutet letztlich ein v√∂llig anderes Arbeiten".

In der Rubrik Markt & Technik lesen Sie zudem, wie auf Grundlage der Disaggregation von Strom-Verbrauchsdaten neue Geschäftsmodelle entstehen und wie ein norddeutscher Netzbetreiber Störungen erkennt, bevor sie entstehen.
Gr√ľnes Gas
Die Energiewende war lange in erster Linie eine Abkehr von der konventionellen Stromerzeugung. Die Dekarbonisierung von W√§rme und Verkehr spielte eine untergeordnete Rolle und schien sich in einer All-electric-World von selbst zu erledigen. Das Konzept hatte aber leider ein paar l√§stige Probleme wie Transport, Speicherung und Grundlastf√§higkeit von Erneuerbaren-Strom nicht ber√ľcksichtigt.
 
Hier hat sich die Gaswirtschaft (zur√ľck) ins Spiel gebracht. Die vorhandene Gas-Infrastruktur k√∂nnte umgewandelten √ľbersch√ľssigen √Ėkostrom speichern, Biogas k√∂nnte fossile Energietr√§ger im Verkehr ersetzen. Diese und andere Aspekte beleuchtet unser Schwerpunkt ¬ĄGr√ľnes Gas¬ď: Reinhard Otten, Stratege f√ľr Nachhaltige Produktentwicklung bei der Audi AG, erl√§utert im Interview die diversifizierte Strategie des Automobilherstellers f√ľr alternative Antriebe. Das Pro & Contra einer gemeinsamen Netzplanung von Fernleitungs- und √úbertragungsnetzbetreibern diskutieren Dr. Thomas G√∂√ümann, Vorsitzender der Gesch√§ftsf√ľhrung der Thyssengas GmbH und Achim Zerres, Leiter der Energieregulierung bei der Bundesnetzagentur. Au√üerdem finden Sie in dieser Ausgabe ein exklusives Interview mit Dietmar Spohn, Sprecher der Gesch√§ftsf√ľhrung der Stadtwerke Bochum, das auch die Entwicklung von Trianel und Steag thematisiert.
Bots, Big Data & Co.
Die Gesch√§ftsmodelle von Stadtwerken und Energieversorgern werden k√ľnftig zunehmend datenbasiert sein. ¬ĄIn der neuen digitalen Energiewelt werden aus Versorgern mehr und mehr IT-Unternehmen mit angeschlossenen Strom-, Gas- und W√§rmeaktivit√§ten¬ď, schreiben unsere Gastautoren Oliver Doleski und Adrian Fopp in ihrem Beitrag, den Sie im Schwerpunkt dieser Ausgabe lesen k√∂nnen. Basis k√ľnftiger Gesch√§ftsmodelle sind Smart Data, also Daten, die mittels Algorithmen bzw. k√ľnstlicher Intelligenz aus gr√∂√üeren Datenmengen extrahiert wurden.

Welche Nutzen die richtige Kombination aus Daten in der Praxis haben kann, erl√§utert Oliver Habisch, Gesch√§ftsf√ľhrer des Bonner Start-ups Recogizer, im Interview mit emw.trends. Sein Unternehmen reduziert mit Hilfe von Predictive Analytics den Energieverbrauch von Gewerbeimmobilien. Unsere Gastautorin Bahar Jawadi Arjomand beschreibt, wie der gezielte Einsatz von intelligenten Chatbots Energieunternehmen bei der Verbesserung des Kundenservices helfen kann.

In der Rubrik Markt & Technik erkl√§rt Daniel K√ľhne von Kiwigrid die Marktaussichten f√ľr die Energiemanagement-L√∂sung seines Unternehmens. Zudem werfen wir einen Blick auf intermodale Mobilit√§t und die Frage, wie Energieunternehmen durch Weiterbildung ihrer Mitarbeiter ihren Erfolg steigern k√∂nnen.   
Data Analytics f√ľr die Energiewirtschaft
Die Digitalisierung verlangt von allen Playern im Markt, ihre Wertsch√∂pfungskette neu zu sortieren. Dem riesigen Wachstums- und Entwicklungsfeld ¬ĄData Analytics¬ď widmen wir uns im Schwerpunkt der aktuellen e|m|w. Unsere Autoren erl√§utern die M√∂glichkeiten, wie sich mithilfe von Datenanalyse Effizienzen in den unterschiedlichsten Gesch√§ftsfeldern heben lassen ¬Ė von der Windenergie √ľber den Netzbetrieb bis hin zum Endkundenvertrieb und zur Sektorkopplung.
 
So beschreibt Martin Ridder, Bereichsleiter Vertrieb bei der GASAG AG, wie mithilfe von Data Analytics die Bed√ľrfnisse der Kunden antizipiert werden und die passenden Angebote zur richtigen Zeit gemacht werden k√∂nnen.
"Daten zu erheben lohnt sich nur, wenn diese auch richtig ausgewertet und genutzt werden", erkl√§rt Peter Herbert Meiser, Abteilungsleiter Wind Cert Services bei der T√úV S√úD Industrie Service GmbH. Wie dies mithilfe einer neuen App f√ľr die Windenergie gelingt, finden Sie ebenso in dieser emw-Ausgabe.
 
Neben vielen weiteren spannenden Artikeln finden Sie außerdem exklusive Interviews mit Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender Verbund AG, sowie mit Peter Reitz, Vorstand der größten europäischen Strombörse EEX.
Industrie 4.0 meets Energie
Wir stehen am Anfang der vierten industriellen Revolution. Die Vernetzung von realer Produktionswelt und virtueller IT-Welt wird zunehmend Alltag. Dazu geh√∂rt auch, dass die Industrie ihren Energiebezug und -verbrauch digitalisiert ¬Ė was Chancen f√ľr mehr Energieeffizienz er√∂ffnet. Und hier ist noch Luft nach oben: Rund 30 Prozent des Energieverbrauchs entfallen hierzulande auf die Industrie.
 
¬ĄEine smarte Fabrik braucht eine smarte Energieversorgung¬ď, sagt Gunther Koschnik vom ZVEI. Im Interview mit emw.trends erl√§utert er, wie Fabriken mithilfe von Gleichspannungsnetzen Energie einsparen und als Prosumer zur Netzstabilit√§t und Erneuerbaren-Integration beitragen k√∂nnen. Lesen Sie au√üerdem in unserem Heftschwerpunkt ¬ĄIndustrie 4.0 meets Energie¬ď, wie k√ľnstliche Intelligenz und neuronale Netze energieintensiven Unternehmen zu mehr Effizienz verhelfen k√∂nnen, welches beeindruckende Lastverschiebungs-Potenzial in ¬ĄPower-to-Aluminium" steckt und wie kritische Infrastrukturen von EVU und Industrie besser gesch√ľtzt und Prozesse zugleich stabilisiert werden.
 
In der Rubrik ¬ĄMarkt & Technik¬ď schwenken wir von der Industrie 4.0 zur ¬ĄArbeit 4.0¬ď und berichten, wie Energieversorger mit sozialen Netzwerken Transparenz und Kreativit√§t in ihren Unternehmen f√∂rdern und was wir aus der historischen Betrachtung der industriellen Revolutionen √ľber die Zukunft lernen k√∂nnen.
Die vernetzte Stadt
Das Energiesystem steht vor einer Weiche: Steuern wir auf die ¬ĄAll-Electric-World¬ď zu, in der auch die Sektoren W√§rme und Verkehr mit klimafreundlichem Strom laufen? Oder entwickelt sich die Gas-Infrastruktur zum zweiten R√ľckgrat der Energiewende? Die daf√ľr notwendige Technologie Power-to-Gas ist verf√ľgbar, aber schafft sie es auch in den Markt? Dar√ľber diskutieren FNB-Gas-Vorstandsvorsitzender Ralph Bahke, Jochen Homann von der Bundesnetzagentur, Lex Hartman von Tennet, Agora-Energiewende-Direktor Dr. Patrick Graichen und Dr. Peter R√∂ttgen vom Bundesverband Erneuerbare Energie im emw-Round-Table.

Was im Stra√üenverkehr in der Debatte steht, ist beim Schienenverkehr bereits entschieden: Dr. Hans-J√ľrgen Witschke, Vorsitzender der Gesch√§ftsf√ľhrung der DB Energie, haben wir √ľber die Vergr√ľnung des Bahnstroms interviewt ¬Ė und √ľber den Einstieg der Bahn in den Vertrieb von Strom an Endkunden. Ein weiterer neuer Player im Strom- und W√§rmemarkt ist die Wohnungswirtschaft. Mit Axel Gedaschko, Pr√§sident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, haben wir im Rahmen unseres Schwerpunkts ¬ĄDie vernetzte Stadt¬ď gesprochen. 
Vom Versorger zum Dienstleister
Viele Energieversorger tun sich mit dem Wandel zu flexiblen, kundenfreundlichen Dienstleistungsunternehmen schwer. Doch es gibt auch positive Beispiele. So haben die Wuppertaler Stadtwerke einen Blockchain-Handelsplatz f√ľr √Ėkostrom gestartet. Wir haben mit dem Vorstandsvorsitzenden Andreas Feicht √ľber diesen Schritt gesprochen. Eine andere Success-Story liefert das Schweizer Start-up Eturnity. Dessen CEO Matthias Wiget erl√§utert in seinem Gastbeitrag, wie seine Softwarel√∂sung den Versorger BKW beim Vertrieb dezentraler Energiesysteme unterst√ľtzt.

Lesen Sie au√üerdem in unserem Schwerpunkt "Vom Versorger zum Dienstleister", wie ein Innovationsprojekt der EnBW in Brasilien die Basis f√ľr eine vernetzte Verkehrsinfrastruktur schafft. In der Rubrik "Markt & Technik" informieren wir Sie zudem √ľber ein Methanol-Kraftwerk f√ľr den Heizungskeller und einen zentralen Energiemanager f√ľr die Elektromobilit√§t. Frank Zeeb, Vorstand des Energieinfrastruktur-Unternehmens Alliander, erl√§utert im Interview mit emw.trends, wie intelligente Technologie das Leben in den St√§dten verbessern soll.
Klimafreundliche Mobilität
Der zunehmende Verkehr treibt Umweltsch√ľtzern Sorgenfalten auf die Stirn. Unser Special "Klimafreundliche Mobilit√§t" beleuchtet, welche technischen M√∂glichkeiten bestehen, um die Verkehrsfl√ľsse klimafreundlicher zu gestalten - etwa mithilfe der Elektromobilit√§t oder gasbetriebenen Antrieben. Allerdings - mit anderen Techniken allein ist es nicht getan, sind sich Prof. Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin und Wasilis von Rauch, Bundesvorsitzender des Verkehrsclub Deutschland einig. Auch die Menschen m√ľssen umdenken und ihr Verhalten √§ndern. Das kann die Politik ihnen aber auch schmackhaft machen - etwa mit fahrradfreundlicheren Innenst√§dten.

Neue Wege geht die Energiewirtschaft in Zusammenarbeit mit der Immobilienbranche - unser Thema im Interview mit Achim S√ľdmeier, Vorstand der Rheinenergie. Mit Hildegard M√ľller, Vorstand f√ľr den Bereich Netze & Infrastruktur bei Innogy, haben wir √ľber das "Designetz" gesprochen. In dem Projekt erforschen 46 Unternehmen, wie sich das Netz f√ľr die Energiewende smart machen l√§sst.
Disruption in der Energiewirtschaft ¬Ė Auf der Suche nach neuen Gesch√§ftsmodellen.
Auf der Suche nach neuen Gesch√§ftsmodellen suchen sich viele Energieversorger Unterst√ľtzung von au√üen. Der Essener Energiekonzern Innogy geht dazu ¬Ė wie auch andere Konzerne - dahin, wo Innovationen quasi am Flie√üband produziert werden: ins Silicon Valley. Wir waren vor Ort und berichten, wie Innogys kalifornische Ideenschmiede die Energiewelt von morgen ver√§ndern will. Dass neue Technologien auch in Deutschland erfolgreich entwickelt werden k√∂nnen, beweist das Aachener Start-ups GridX. Gr√ľnder David Balensiefen erkl√§rt im Interview mit e21.digital die von seinem Unternehmen entwickelte Hardware und den Trend zu einer immer dezentraleren Energiewelt.

​Au√üerdem im Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe: Wie Versorger mithilfe pr√§ziser Datenanalysen neue Gesch√§ftsmodelle entwickeln, warum Energieunternehmen vor dem Start der Digitalisierungsoffensive zun√§chst eine selbstkritische Analyse durchf√ľhren sollten und wie eine neue Funktechnologie den Wohnungssektor revolutionieren k√∂nnte.
Chancen in der Wärmewende
Matthias Kurth pr√§gte als Pr√§sident der Bundesnetzagentur deren Anfangsjahre entscheidend mit. F√ľr unser aktuelles Heft besuchte ihn unser Redakteur Dennis Fischer im heimischen Dreieich. Im Interview gibt er einen R√ľckblick auf seine T√§tigkeit bei der Bundesnetzagentur und seinen Blick auf die heutige Lage der deutschen Energiewirtschaft.
 
Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe steht der W√§rmemarkt. Neue Technologien und Ideen sind hier gefragt, wie die effiziente Nutzung von Abw√§rme oder Konzepte rund um W√§rmepumpen. Nicht zu vergessen die mittlerweile schon etablierte Kraft-W√§rme-Kopplung. Welche T√ľcken es dabei zu √ľberwinden gilt, erl√§utert Matthias Funk, Technischer Vorstand der Stadtwerke Gie√üen, in seinem Artikel.