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Smart Cities
Es liegt nahe, beim Thema "Smart Cities" nur an rein technische Lösungen zu denken. Doch bei näherer Betrachtung sieht man, dass das zu kurz gedacht ist: Warum zum Beispiel denkt man bei der Planung neuer Quartiere die (e)Mobility-Lösung für das Quartier nicht einfach mit? Andreas Mattolat beschreibt in seinem Artikel, wie eine solche Lösung aussehen kann. Eine weitere Frage, die beantwortet werden muss, ist: "Wie vernetze ich die ganze intelligente Technologie miteinander?" Die LoRaWAN-Technologie kann dafür eine Lösung sein.

Unser Interview mit Matthew Timms zeigt, wie ein kleines Stück Hardware dem Endkunden zu mehr Kontrolle über seine Energiedaten verhelfen kann und dem Energieversorger als Plattformbetreiber neue Geschäftsmodelle ermöglicht.

In unserer in Kooperation mit Servicerating durchgeführten Umfrage haben wir dieses Mal gefragt, wie sich Work 4.0 und Agilität auf die Art, wie wir arbeiten, auswirken. "Wie werden Homeoffice und Mobileoffice genutzt und welche Auswirkungen hat das auf die Zusammenarbeit im Unternehmen?", lautet die Frage, die wir beantworten wollen.

​Und schließlich legen unsere Autoren Markus Kappen und Fabian Dawin dar, wie Stadtwerken eine klare Positionierung bei Smart City-Themen gelingt, denn nur wer weiß, wo er steht, kann klar erkennen wohin die Reise gehen soll. Es geht für die Stadtwerke darum, proaktiv und strategiebasiert zu handeln und die eigenen Stärken weiterzuentwickeln, um das Thema Smart City für sich erfolgreich zu besetzen.
Digitalisierter Handel
Mit steigender Schlagzahl der Transaktionen im Energiehandel nimmt die Anzahl der Geschäfte schnell Ausmaße an, die von Menschen allein kaum mehr überblickt werden können. Die Automatisierung der Handelsgeschäfte durch Algorithmen, das sogenannte Algotrading, ist daher eine naheliegende und effiziente Konsequenz. Aber auch in anderen Bereichen lassen sich die Methoden des automatisierten Handels gewinnbringend einsetzen.
 
Daneben gewinnen Blockchainanwendungen in der Energiewirtschaft zunehmend an Bedeutung. Ein prominentes Beispiel dafür ist das Enerchain-Projekt, das auslotet, wie sich mithilfe der Blockchain lokale, kleinskalige Produkte dezentral handeln lassen. Im Interview erläutert Kyung-Hun Ha, COO der Lition Energie GmbH, wie sich mit der Blockchain Grünstromanlagen so vernetzen lassen, dass die bilanzielle Belieferung mit Erneuerbaren-Strom zum tagesaktuell günstigsten Preis an Endkunden möglich wird.
 
Außerdem werfen wir einen Blick auf die Verarbeitung von Abfragen mittels Natural Language Processing, den Stand der Entwicklung bei Oberleitungs-LKW und den Einsatz von Drohnen zur Kontrolle von Gaspipelines. Die Ergebnisse unserer Umfrage zum Thema Agiles Management zeigen last but not least, in welche Richtung sich der Einsatz agiler Methoden in der Energiewirtschaft entwickelt.
 
Intelligenter Netzbetrieb
Der Begriff "Intelligente Netze" wird fast zwangsläufig mit der (Groß)stadt verbunden. Das aber verkennt, dass die Digitalisierung der Verteilnetze im ländlichen Raum ebenso notwendig ist wie im urbanen Raum. Hierzu ist es nötig, passende Strategien zu entwickeln und umzusetzen. Modularisierte und dezentralisierte Steuerungsplattformen sind hierfür das Mittel der Wahl. Insbesondere die Einbindung dezentraler Energieerzeuger und die intelligente Ansteuerung von Ladeinfrastrukturen sind hier Themen, die den Verteilnetzbetreibern auf den Fingern brennen.
 
Das gilt aber nicht nur für die Stromnetze. Auch im Gasnetz wird die Intelligenz der einzelnen Netzkomponenten immer wichtiger. Im Interview mit Jens Hüttenrauch, Teamleiter Netzprojekte, DBI Gas-und Umwelttechnik GmbH, geht es unter anderem darum, die die Sektorkopplung zunehmend auch die Digitalisierung der Verteilnetze im Gasbereich vorantreibt. Der Artikel zum System-Cockpit des Designetz-Projektes zeigt hingegen, wie man existierende Anlagen mithilfe von intelligenter Netztechnik in eine Simulation des Energiesystems von morgen einbinden kann, um so schon heute Erfahrungen für die Zukunft zu gewinnen.
 
Lesen sie außerdem in der aktuellen Ausgabe, wie sich Geschäftsmodelle rund um die Elektromobilität entwickeln lassen sowie über die Auswirkungen neuer eichrechtlicher Vorgaben auf die Ladeinfrastruktur. Wir möchte sie außerdem auf ein neues Format hinweisen: Mit dieser Ausgabe haben wir zum ersten Mal eine Umfrage zum Thema Agiles Management im Programm.
 
Cloudlösungen für die Energiewirtschaft
Cloudlösungen gewinnen auch für die Energiewirtschaft zunehmend an Bedeutung: Smart Meter, das Handling von Prosumern und die Kommunikation mit Kunden produzieren große Mengen an Daten, die gespeichert und verarbeitet werden wollen. Cloudlösungen sind hierbei das Mittel der Wahl. Man muss keine kostspielige Infrastruktur vorhalten und kann diese bei Bedarf flexibel anpassen. Neue, zeitgemäße Kundenmodelle lassen sich auf ihrer Basis ebenfalls realisieren. Bevor man den Einsatz einer Cloud in Angriff nehmen kann, müssen aber zunächst einige Aufgaben bewältigt werden: Dazu gehören unter anderem der Datenschutz und die Cybersecurity.

Wie sich Daten mittels Datenfragmentierung sicher und datenschutzkonform in der Cloud ablegen lassen, beschreibt Bruno Quint von Rohde & Schwarz Cybersecurity in seinem Gastbeitrag. Im Interview mit Mirco Pinske aus dem Haus MSG Systems kommt die Sprache auf DIPKO, einen digitalen Marktplatz, über den Stadtwerke neue Geschäftsideen gemeinsam entwickeln, dabei den Kundenzugang jeweils für sich behalten und zudem ihren eigenen Querverbund stärken können.

​Lesen sie außerdem in der aktuellen Ausgabe, wie Stadtwerke das Thema Smart City positiv für sich besetzen können, sich der Austausch von Zertifikaten für die 1:1 Marktkommunikation automatisieren lässt und wie vertikale Windanlagen durch technische Innovationen die Schwelle zur Großanlage überschreiten.
Proptech & Smart Buildings
Der Wohnungsmarkt ist im Umbruch: Der Bedarf an altersgerechten Wohnungen wächst, schwindender Platz in Großstädten erfordert neue Sharing-Konzepte und über allem schwebt die Forderung nach stärkerer Energieeinsparung. Viele Wohnungsunternehmen setzen daher auf die Digitalisierung. Studien zufolge wollen 40 Prozent der Wohnungsunternehmen in den Bereich IoT investieren. Ansätze gibt es viele: Von Smart-Home-Konzepten über wohnungsnahe Dienstleistungen bis zum Ambient-Assisted-Living. An diesen neuen Geschäftsfeldern sind neben der Wohnungswirtschaft zunehmend Energieversorger interessiert.

Doch auch die großen Technologie-Plattformen wie Amazon, Google & Co. positionieren sich mit ersten Angeboten, wie Rockethome-CEO Yüksel Sirmasac, in seinem Gastbeitrag beschreibt. In unserem Schwerpunkt zum Thema "Proptech & Smart Buildings" geht es außerdem um die österreichische Seestadt Aspern, in der das Zusammenspiel intelligenter Gebäude getestet wird sowie um das Start-up Kugu. Dessen Geschäftsführer Christopher von Gumppenberg erläutert im Interview, wie sein Unternehmen den Submeteringmarkt umkrempeln will.

Lesen Sie außerdem in der aktuellen Ausgabe, welche Rolle Plug-in-Solaranlagen beim Smart Home der Zukunft spielen sowie ein Interview mit Lukas Kinigander vom Start-up Anyline, das auf dem Markt der digitalen Zählererfassung die Weltmarktführerschaft anstrebt.
Predictive Analytics
"Daten sind das neue Gold" lautet ein geflügeltes Wort, das auch in der Energiewirtschaft inzwischen viele Anhänger hat. Während Datenanalysen früher lediglich vergangenheitsorientierte und erklärende Informationen lieferten, werden sie nun immer mehr für den Blick in die Zukunft eingesetzt. Preis-, Absatz- und Erzeugungsprognosen sind für einen erfolgreichen Energiehandel entscheidend, Energievertriebe nutzen Daten-Segmentierung für Kundenanalysen und die Auswertung ungewöhnlicher Sensordaten ermöglicht Technikern eine vorbeugende Instandhaltung. Im Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe von emw.trends schildern unsere Autoren die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Predictive Analytics in der Energiewirtschaft.

Für die Rubrik "Markt & Technik" haben wir ein Interview mit Joachim Lang vom Messdienstleister Discovergy geführt. Lang schildert darin, vor welche Herausforderungen Stadtwerke durch den Smart-Meter-Rollout gestellt werden, wie sich Discovergy zur Wohnungswirtschaft positioniert und welche Rolle das Unternehmen im Forschungsprojekt "Emigmo" spielt. Lesen Sie außerdem in der Rubrik, wie die neue LOHC-Technologie den Speichermarkt revolutionieren will und wie ein Ludwigshafener Netzbetreiber die Vorgaben des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende zum Messbetrieb umsetzt.
Cybercrime
Digitalisierung und Vernetzung bieten der Energiewirtschaft große Chancen. Bei den Risiken sind viele Unternehmen allerdings oft blauäugig. „Bei europäischen Firmen dauert es durchschnittlich 469 Tage, bis ein Cyber-Angriff überhaupt bemerkt wird“, schreibt unser Gastautor Michael Häring vom Frankfurter Risikoberater Marsh in unserem Themenschwerpunkt „Cybersecurity“.

Vor allem Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Strom- oder Gasnetzbetreiber stehen in der Pflicht, Maßnahmen gegen Cyberangriffe zu ergreifen. „Wir haben hier vielerorts offene Scheunentore“, kritisiert Stephan Boy vom Zukunftsforum öffentliche Sicherheit im Deutschen Bundestag, im Interview mit emw.trends. Er fordert eine stärkere Konzentration auf systemübergreifende Lösungen.

In der Rubrik „Markt & Technik“ lesen Sie darüber hinaus, wie mobile Rechenzentren hohe Sicherheit mit Energieeffizienz verbinden, wie Roboter Stadtwerken im Rechnungswesen unterstützen und warum für kommunale Versorger das Feedback von Kunden bei der Produktentwicklung höchste Bedeutung besitzen sollte.
Agile Leadership
"Agiles Arbeiten" lautet derzeit das Zauberwort, wenn es darum geht, Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Das gilt auch für die Energiewirtschaft: Immer mehr Versorger führen agile Methoden ein, um schneller, besser und erfolgreicher zu werden. Doch was bedeutet das für Führungskräfte? Sie müssen die Rahmenbedingungen für ein störungsfreies Arbeitsumfeld schaffen, Unternehmensziele definieren und strategische Maßnahmen ableiten. "Strategie wird so wieder zur täglichen Hauptarbeit von Führungskräften", schreibt unser Gastautor Timo Eggers vom Energiedienstleister Quantum.

Doch gerade in Unternehmen mit wenig Erfahrungen mit agilen Methoden entstehen oft große Widerstände. In unserem Schwerpunkt zum Thema "Agile Leadership" lesen Sie, wie Führungskräfte typische Fehler von Anfang an vermeiden und welchen Beitrag Social-Collaboration-Tools zu einer agileren Zusammenarbeit leisten können. Wie ein solcher Umbau in der Praxis aussieht, erläutert Gasag-Personalleiterin Meike Birkenmaier im Interview: "Jetzt starten wir in Projekte, ohne zu wissen, welcher der beste Weg zum Ziel ist. Das ist für die Energiewirtschaft neu und bedeutet letztlich ein völlig anderes Arbeiten".

In der Rubrik Markt & Technik lesen Sie zudem, wie auf Grundlage der Disaggregation von Strom-Verbrauchsdaten neue Geschäftsmodelle entstehen und wie ein norddeutscher Netzbetreiber Störungen erkennt, bevor sie entstehen.
Bots, Big Data & Co.
Die Geschäftsmodelle von Stadtwerken und Energieversorgern werden künftig zunehmend datenbasiert sein. „In der neuen digitalen Energiewelt werden aus Versorgern mehr und mehr IT-Unternehmen mit angeschlossenen Strom-, Gas- und Wärmeaktivitäten“, schreiben unsere Gastautoren Oliver Doleski und Adrian Fopp in ihrem Beitrag, den Sie im Schwerpunkt dieser Ausgabe lesen können. Basis künftiger Geschäftsmodelle sind Smart Data, also Daten, die mittels Algorithmen bzw. künstlicher Intelligenz aus größeren Datenmengen extrahiert wurden.

Welche Nutzen die richtige Kombination aus Daten in der Praxis haben kann, erläutert Oliver Habisch, Geschäftsführer des Bonner Start-ups Recogizer, im Interview mit emw.trends. Sein Unternehmen reduziert mit Hilfe von Predictive Analytics den Energieverbrauch von Gewerbeimmobilien. Unsere Gastautorin Bahar Jawadi Arjomand beschreibt, wie der gezielte Einsatz von intelligenten Chatbots Energieunternehmen bei der Verbesserung des Kundenservices helfen kann.

In der Rubrik Markt & Technik erklärt Daniel Kühne von Kiwigrid die Marktaussichten für die Energiemanagement-Lösung seines Unternehmens. Zudem werfen wir einen Blick auf intermodale Mobilität und die Frage, wie Energieunternehmen durch Weiterbildung ihrer Mitarbeiter ihren Erfolg steigern können.   
Industrie 4.0 meets Energie
Wir stehen am Anfang der vierten industriellen Revolution. Die Vernetzung von realer Produktionswelt und virtueller IT-Welt wird zunehmend Alltag. Dazu gehört auch, dass die Industrie ihren Energiebezug und -verbrauch digitalisiert – was Chancen für mehr Energieeffizienz eröffnet. Und hier ist noch Luft nach oben: Rund 30 Prozent des Energieverbrauchs entfallen hierzulande auf die Industrie.
 
„Eine smarte Fabrik braucht eine smarte Energieversorgung“, sagt Gunther Koschnik vom ZVEI. Im Interview mit emw.trends erläutert er, wie Fabriken mithilfe von Gleichspannungsnetzen Energie einsparen und als Prosumer zur Netzstabilität und Erneuerbaren-Integration beitragen können. Lesen Sie außerdem in unserem Heftschwerpunkt „Industrie 4.0 meets Energie“, wie künstliche Intelligenz und neuronale Netze energieintensiven Unternehmen zu mehr Effizienz verhelfen können, welches beeindruckende Lastverschiebungs-Potenzial in „Power-to-Aluminium" steckt und wie kritische Infrastrukturen von EVU und Industrie besser geschützt und Prozesse zugleich stabilisiert werden.
 
In der Rubrik „Markt & Technik“ schwenken wir von der Industrie 4.0 zur „Arbeit 4.0“ und berichten, wie Energieversorger mit sozialen Netzwerken Transparenz und Kreativität in ihren Unternehmen fördern und was wir aus der historischen Betrachtung der industriellen Revolutionen über die Zukunft lernen können.