Ausgabenarchiv

Disruption in der Energiewirtschaft – Auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen.
Auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen suchen sich viele Energieversorger Unterstützung von außen. Der Essener Energiekonzern Innogy geht dazu – wie auch andere Konzerne - dahin, wo Innovationen quasi am Fließband produziert werden: ins Silicon Valley. Wir waren vor Ort und berichten, wie Innogys kalifornische Ideenschmiede die Energiewelt von morgen verändern will. Dass neue Technologien auch in Deutschland erfolgreich entwickelt werden können, beweist das Aachener Start-ups GridX. Gründer David Balensiefen erklärt im Interview mit e21.digital die von seinem Unternehmen entwickelte Hardware und den Trend zu einer immer dezentraleren Energiewelt.

​Außerdem im Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe: Wie Versorger mithilfe präziser Datenanalysen neue Geschäftsmodelle entwickeln, warum Energieunternehmen vor dem Start der Digitalisierungsoffensive zunächst eine selbstkritische Analyse durchführen sollten und wie eine neue Funktechnologie den Wohnungssektor revolutionieren könnte.
Chancen in der Wärmewende
Matthias Kurth prägte als Präsident der Bundesnetzagentur deren Anfangsjahre entscheidend mit. Für unser aktuelles Heft besuchte ihn unser Redakteur Dennis Fischer im heimischen Dreieich. Im Interview gibt er einen Rückblick auf seine Tätigkeit bei der Bundesnetzagentur und seinen Blick auf die heutige Lage der deutschen Energiewirtschaft.
 
Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe steht der Wärmemarkt. Neue Technologien und Ideen sind hier gefragt, wie die effiziente Nutzung von Abwärme oder Konzepte rund um Wärmepumpen. Nicht zu vergessen die mittlerweile schon etablierte Kraft-Wärme-Kopplung. Welche Tücken es dabei zu überwinden gilt, erläutert Matthias Funk, Technischer Vorstand der Stadtwerke Gießen, in seinem Artikel.
Mobilität im Wandel – Die Zukunft des Individualverkehrs.
Die Dieselkrise hat der Elektromobilität einen Schub verpasst. Doch sind praxistaugliche E-Fahrzeuge wirklich bald marktfähig? Und was würde die Elektrifizierung des Verkehrs für unser Energiesystem (und dessen Akteure) bedeuten? Diesen Fragen wollen wir uns im Schwerpunkt der aktuellen e21.digital-Ausgabe nähern. StreetScooter-Erfinder Günther Schuh ist davon überzeugt, dass der Markt für Elektromobilität längst da ist. „Nur das Angebot passt noch nicht“, so Schuh im Exklusiv-Interview. Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum für Sozialforschung weist in seinem Gastbeitrag auf den Einfluss der Digitalisierung und das Entstehen immer neuer digitaler Mobilitätsservices hin. „Die Macht der Autokonzerne könnte schneller zu Ende gehen als es zurzeit im Rahmen der Antriebsdebatte den Anschein hat“, so seine Warnung.

In den anderen Rubriken blicken wir unter anderem auf die ersten Schritte von Energieversorgern bei der Anwendung von künstlicher Intelligenz, das Innovationspotenzial von Mieterstromprojekten sowie auf eine Plattform, die den digitalen Vergleich und Kauf von Energieeffizienz-Produkten ermöglicht. 
Frischer Wind im Windmarkt
"Frischer Wind im Windmarkt" - so haben wir unser aktuelles Special getauft. Und tatsächlich gibt es einiges an Neuerungen im Windmarkt zu vermelden: Ausschreibungen für Offshore-Parks, die mit Geboten von Null Euro enden, Onshore-Auktionen, bei denen hauptsächlich Bürgerinitiativen zum Zuge kommen und der Süden Deutschlands weitgehend außen vor gelassen wird. Bekannte Branchenvertreter wie EnBW-Vorstand Hans-Josef Zimmer und BWE-Präsident Herrmann Albers, aber auch der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller äußern sich zu den aktuellen Entwicklungen.
 
Im Interview trafen wir die beiden Süwag-Vorstände Mike Schuler und Dr. Markus Coenen. e|m|w sprach mit ihnen über ihre Erfahrungen unter anderen mit Quartierskraftwerken. Außerdem fragten wir sie, wie sie sich das Arbeiten der Zukunft vorstellen. Frédéric Gastaldo, CEO des Schweizer Dienstleisters Swisscom Energy Solutions, wirft mit uns einen Blick auf den deutschen, den schweizerischen sowie den französischen Energiemarkt. 
Digitalisierung von Prozessen – Was bringen Blockchain & Co. dem Energiemarkt?
Die fortschreitende Digitalisierung stellt viele bisher erfolgreiche Geschäftsmodelle von Energieversorgern in Frage. Doch womit sollen die Unternehmen in Zukunft Geld verdienen? Im Schwerpunkt dieser Ausgabe zeigen wir, welche Chancen die Digitalisierung beim Aufbau neuer, innovativer Services bietet. Ein vielversprechender Ansatz für Stadtwerke und regionale Versorger könnten sogenannte datengetriebe Geschäftsmodelle sein. Dabei nutzen Versorger gewonnene Marktdaten, um ihren Kunden vernetzte Dienstleistungen anzubieten. Große Hoffnungen setzt die Energiebranche aber auch in die Blockchain-Technologie. Robert Schwarz, Blockchain-Experte beim Beratungshaus Pöyry, sieht vor allem bei der Steuerung dezentraler Erzeugungsanlagen gute Möglichkeiten. „Allerdings vermisse ich in Deutschland Pioniere und ernstzunehmende Pilotprojekte“, so Schwarz.  

In der Rubrik „markt&technik“ dreht sich in dieser Ausgabe alles um die Wärmewende. Unsere Gastautoren nehmen die Marktchancen von strombetriebenen Heizungsystemen in den Fokus und zeigen auf, wie Power-to-Gas-Anwendungen bereits heute in Wohngebäuden eingesetzt werden können.   
Daten – der neue Rohstoff
Big Data, Digitalisierung, Blockchain - sicher jeder von Ihnen hat diese Schlagworte schon einmal gehört. Aber was steckt dahinter? Die e|m|w nimmt sich in ihrer aktuellen Ausgabe dieses Themas an, unter dem Schwerpunktthema "Daten - der neue Rohstoff". Lesen Sie darin, wie mithilfe der Digitalisierung neue Geschäftsmodelle entstehen können und ob Blockchain wirklich der vielgepriesene Heilsträger ist.

Auch die Eon-Tochter "E-wie-einfach" arbeitet an innovativen, digitalen Lösungen. Wir sprachen mit Oliver Bolay, Geschäftsführer von E-wie-einfach, und Robert Hienz, Geschäftsführer der Muttergesellschaft Eon Energie Deutschland, anlässlich des zehnjährigen Firmenjubiläums über das vergangene Jahrzehnt und die Perspektiven des Unternehmens für die Zukunft. Ebenfalls zum Interview trafen wir Thomas Zinnöcker, Vorsitzender der Geschäftsführung des Messdienstleisters Ista. Er ist der Ansicht, dass die Politik ihr Augenmerk vermehrt auf gering-investive Maßnahmen wie ein optimiertes Verbraucherverhalten legen sollte.
Der Energiekunde 2025 – Vom Verbraucher zum aktiven Marktteilnehmer
Durch Digitalisierung und Energiewende verändern sich die Bedürfnisse der Energiekunden rasant. Für Energieversoger ist es daher unerlässlich, diese Bedürfnisse zu kennen und auf dieser Grundlage neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Unsere Gastautoren von der Unternehmensberatung PWC haben drei Kundengruppen identifiziert, auf die sich Versorger einstellen müssen.
 
Welche Rolle Stadtwerke in der neuen, digitalen Welt spielen können, beschreibt GGEW-Chef Carsten Hoffmann. Sein Credo: Stadtwerke brauchen neue, innovative Produkte und Dienstleistungen. Doch die Digitalisierung birgt auch Risiken. Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW sieht dabei insbesondere den Datenschutz in Gefahr. Robert Busch vom Bundesverband Neue Energiewirtschaft weist im e21.digital-Interview zudem darauf hin, dass für viele Kunden nicht die Digitalisierung zählt, sondern eher die verlässliche Bereitstellung von Energie. „Ohne digitale Anwendungen  wird es schwer, die Energieversorgung CO2-freier, dezentraler und vielleicht auch etwas autarker zu gestalten, aber Digitalisierung ist kein Selbstzweck“, so Busch.
 
Lesen Sie außerdem in dieser Ausgabe über ein richtungsweisendes Start-up-Förderprojekt in Sachsen-Anhalt, Crowdfunding für Solarprojekte in Afrika sowie ein neues Tool zur Optimierung der Energieversorgung von Wohnquartieren.
Das Stadtwerk im Wandel
Die Umweltverbände schlagen schon lange Alarm, nun hat sich auch das Umweltbundesamt zu Wort gemeldet: Deutschland wird voraussichtlich seine CO2-Ziele verfehlen. Größter Emittent ist nach wie vor die Energiewirtschaft. Doch gerade Stadtwerke haben die Zeichen der Zeit längst erkannt. "Das Stadtwerk im Wandel" lautet daher auch der Titel unseres aktuellen Specials. Darin lesen Sie, wie Stadtwerke neue Wege beschreiten. So wollen die Stadtwerke Osnabrück mit ihrem Carsharing-Angebot auch dazu beitragen, die Emissionen im Verkehr zu reduzieren. Oder die Stadtwerke Kiel: Sie bauen ein Gasmotorenkraftwerk, das flexibel auf die fluktuierende Erneuerbaren-Einspeisung reagieren kann. Die Stadtwerke Heidelberg setzten ein intelligentes Areal-Konzept in ihrer Heimatstadt um. 

Passend zu unserem Schwerpunktthema sprachen wir auch mit zwei Chefs kommunaler Unternehmen. Klaus Eder, Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, erläutert im Interview die neue Geschäftsstrategie seines Unternehmens. In die Tiefen der Geothermie führt uns Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke München. Lesen Sie zudem ein Interview mit den beiden Geschäftsführern der Rheinischen Netzgesellschaft, Ulrich Groß und Karsten Thielmann. Sie wehren sich dagegen, dass die Verteilnetzbetreiber Kompetenzen in die Übertragungsnetzebene abgeben sollen. Last but not least sei Ihnen unser Round Table zum Thema Wärmewende ans Herz gelegt. Ausgewählte Experten diskutierten darüber, wie die Emissionsziele der Bundesrepublik im Wärmesektor erreicht werden können.
(Digitale) Sektorkopplung – Strom, Wärme und Verkehr wachsen zusammen.
Für eine erfolgreiche Energiewende müssen die Bereiche Strom, Wärme und Verkehr enger verzahnt werden - darüber besteht Einigkeit. Doch wie sieht diese Sektorkopplung konkret aus? "Eine ganzheitliche Lösung unter Einbeziehung von Strom- und Wärmeerzeugung über Ladelösungen und intelligente Steuerung", so beschreibt Ulrich Schmack, Geschäftsführer von Digital Energy Solutions, im Interview mit e21.digital künftige Dienstleistungen in diesem Bereich.
 
Eine Schlüsselrolle dürfte die Power-to-Gas-Technologie spielen, mit der überschüssiger Erneuerbaren-Strom in speicherfähiges Gas gewandelt werden kann. Im Schwerpunkt dieser Ausgabe beschreiben unsere Gastautoren, wie diese Technologie den Netzausbau-Bedarf verringern und eine Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch erreichen kann.
 
Flexilitätspotenzial wird auch in den Batterien der Elektroautos gesehen, die in den kommenden Jahren auf die Straße kommen sollen. Welchen Einfluss diese sogenannten Vehicle-to-Grid-Anwendungen auf den Energiemarkt haben, erläutern unsere Autoren vom Berliner Analystenhaus Energy Brainpool.  
    
In der Rubrik "markt & technik" lesen Sie über das Pay-for-outcomes-Modell, bei dem Unternehmen nicht mehr in Maschinen investieren, sondern für die damit erzeugten Ergebnisse zahlen. Darüber hinaus finden Sie in dieser Rubrik (Video-)Interviews mit Gasag-Vorstand Matthias Trunk und Michal Sobotka, Geschäftsführer des Smart-Meter-Herstellers Gwadriga, sowie einen Gastkommentar von Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus.
Das flexible Energiesystem
Digitalisierung und Sektorkopplung sind nur zwei Schlagworte, die zeigen, dass unser Energiesystem flexibler werden muss. Unser aktuelles Special „Das flexible Energiesystem“ stellt Strategien von Unternehmen vor, die sich hier bereits auf den Weg gemacht haben. Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender des Regionalversorgers N-Ergie, berichtet nach zweijährigem Betrieb des großen Nürnberger Wärmespeichers, wie flexibel dieser das Heizkraftwerk in Kombination mit Elektroheizern macht.

Der nordrhein-westfälische Versorger WSW präsentiert gemeinsam mit der Bergischen Universität Wuppertal ein Forschungsprojekt zu dynamischen Stromtarifen für den Mittelstand. Im e|m|w-Interview gibt Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, zudem Einblicke, welche Rahmenbedingungen die Politik zur Flexibilisierung des Energiesystems geben will. Der Ausbau erneuerbarer Energien sowie des Glasfasernetzes sind zwei Strategien, mit denen sich die Oldenburger EWE AG den geänderten Rahmenbedingungen anpasst, wie deren Vorstandsvorsitzender Matthias Brückmann im Interview erläutert.

Weitere interessante Gesprächspartner haben wir beim Lebensmitteldiscounter Aldi Süd und dem Energieeffizienz-Dienstleister Veolia Energie Deutschland gefunden. Und wie immer zu Jahresbeginn gibt es einen Rückblick auf die Preisbewegungen im vergangenen Jahr und einen Ausblick für das laufende Jahr.