Ausgabenarchiv

Digitalisierung von Prozessen ¬Ė Was bringen Blockchain & Co. dem Energiemarkt?
Die fortschreitende Digitalisierung stellt viele bisher erfolgreiche Gesch√§ftsmodelle von Energieversorgern in Frage. Doch womit sollen die Unternehmen in Zukunft Geld verdienen? Im Schwerpunkt dieser Ausgabe zeigen wir, welche Chancen die Digitalisierung beim Aufbau neuer, innovativer Services bietet. Ein vielversprechender Ansatz f√ľr Stadtwerke und regionale Versorger k√∂nnten sogenannte datengetriebe Gesch√§ftsmodelle sein. Dabei nutzen Versorger gewonnene Marktdaten, um ihren Kunden vernetzte Dienstleistungen anzubieten. Gro√üe Hoffnungen setzt die Energiebranche aber auch in die Blockchain-Technologie. Robert Schwarz, Blockchain-Experte beim Beratungshaus P√∂yry, sieht vor allem bei der Steuerung dezentraler Erzeugungsanlagen gute M√∂glichkeiten. ¬ĄAllerdings vermisse ich in Deutschland Pioniere und ernstzunehmende Pilotprojekte¬ď, so Schwarz.  

In der Rubrik ¬Ąmarkt&technik¬ď dreht sich in dieser Ausgabe alles um die W√§rmewende. Unsere Gastautoren nehmen die Marktchancen von strombetriebenen Heizungsystemen in den Fokus und zeigen auf, wie Power-to-Gas-Anwendungen bereits heute in Wohngeb√§uden eingesetzt werden k√∂nnen.   
Daten ¬Ė der neue Rohstoff
Big Data, Digitalisierung, Blockchain - sicher jeder von Ihnen hat diese Schlagworte schon einmal gehört. Aber was steckt dahinter? Die e|m|w nimmt sich in ihrer aktuellen Ausgabe dieses Themas an, unter dem Schwerpunktthema "Daten - der neue Rohstoff". Lesen Sie darin, wie mithilfe der Digitalisierung neue Geschäftsmodelle entstehen können und ob Blockchain wirklich der vielgepriesene Heilsträger ist.

Auch die Eon-Tochter "E-wie-einfach" arbeitet an innovativen, digitalen L√∂sungen. Wir sprachen mit Oliver Bolay, Gesch√§ftsf√ľhrer von E-wie-einfach, und Robert Hienz, Gesch√§ftsf√ľhrer der Muttergesellschaft Eon Energie Deutschland, anl√§sslich des zehnj√§hrigen Firmenjubil√§ums √ľber das vergangene Jahrzehnt und die Perspektiven des Unternehmens f√ľr die Zukunft. Ebenfalls zum Interview trafen wir Thomas Zinn√∂cker, Vorsitzender der Gesch√§ftsf√ľhrung des Messdienstleisters Ista. Er ist der Ansicht, dass die Politik ihr Augenmerk vermehrt auf gering-investive Ma√ünahmen wie ein optimiertes Verbraucherverhalten legen sollte.
Der Energiekunde 2025 ¬Ė Vom Verbraucher zum aktiven Marktteilnehmer
Durch Digitalisierung und Energiewende ver√§ndern sich die Bed√ľrfnisse der Energiekunden rasant. F√ľr Energieversoger ist es daher unerl√§sslich, diese Bed√ľrfnisse zu kennen und auf dieser Grundlage neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Unsere Gastautoren von der Unternehmensberatung PWC haben drei Kundengruppen identifiziert, auf die sich Versorger einstellen m√ľssen.
 
Welche Rolle Stadtwerke in der neuen, digitalen Welt spielen k√∂nnen, beschreibt GGEW-Chef Carsten Hoffmann. Sein Credo: Stadtwerke brauchen neue, innovative Produkte und Dienstleistungen. Doch die Digitalisierung birgt auch Risiken. Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW sieht dabei insbesondere den Datenschutz in Gefahr. Robert Busch vom Bundesverband Neue Energiewirtschaft weist im e21.digital-Interview zudem darauf hin, dass f√ľr viele Kunden nicht die Digitalisierung z√§hlt, sondern eher die verl√§ssliche Bereitstellung von Energie. ¬ĄOhne digitale Anwendungen  wird es schwer, die Energieversorgung CO2-freier, dezentraler und vielleicht auch etwas autarker zu gestalten, aber Digitalisierung ist kein Selbstzweck¬ď, so Busch.
 
Lesen Sie au√üerdem in dieser Ausgabe √ľber ein richtungsweisendes Start-up-F√∂rderprojekt in Sachsen-Anhalt, Crowdfunding f√ľr Solarprojekte in Afrika sowie ein neues Tool zur Optimierung der Energieversorgung von Wohnquartieren.
Das Stadtwerk im Wandel
Die Umweltverb√§nde schlagen schon lange Alarm, nun hat sich auch das Umweltbundesamt zu Wort gemeldet: Deutschland wird voraussichtlich seine CO2-Ziele verfehlen. Gr√∂√üter Emittent ist nach wie vor die Energiewirtschaft. Doch gerade Stadtwerke haben die Zeichen der Zeit l√§ngst erkannt. "Das Stadtwerk im Wandel" lautet daher auch der Titel unseres aktuellen Specials. Darin lesen Sie, wie Stadtwerke neue Wege beschreiten. So wollen die Stadtwerke Osnabr√ľck mit ihrem Carsharing-Angebot auch dazu beitragen, die Emissionen im Verkehr zu reduzieren. Oder die Stadtwerke Kiel: Sie bauen ein Gasmotorenkraftwerk, das flexibel auf die fluktuierende Erneuerbaren-Einspeisung reagieren kann. Die Stadtwerke Heidelberg setzten ein intelligentes Areal-Konzept in ihrer Heimatstadt um. 

Passend zu unserem Schwerpunktthema sprachen wir auch mit zwei Chefs kommunaler Unternehmen. Klaus Eder, Gesch√§ftsf√ľhrer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, erl√§utert im Interview die neue Gesch√§ftsstrategie seines Unternehmens. In die Tiefen der Geothermie f√ľhrt uns Helge-Uve Braun, Technischer Gesch√§ftsf√ľhrer der Stadtwerke M√ľnchen. Lesen Sie zudem ein Interview mit den beiden Gesch√§ftsf√ľhrern der Rheinischen Netzgesellschaft, Ulrich Gro√ü und Karsten Thielmann. Sie wehren sich dagegen, dass die Verteilnetzbetreiber Kompetenzen in die √úbertragungsnetzebene abgeben sollen. Last but not least sei Ihnen unser Round Table zum Thema W√§rmewende ans Herz gelegt. Ausgew√§hlte Experten diskutierten dar√ľber, wie die Emissionsziele der Bundesrepublik im W√§rmesektor erreicht werden k√∂nnen.
(Digitale) Sektorkopplung ¬Ė Strom, W√§rme und Verkehr wachsen zusammen.
F√ľr eine erfolgreiche Energiewende m√ľssen die Bereiche Strom, W√§rme und Verkehr enger verzahnt werden - dar√ľber besteht Einigkeit. Doch wie sieht diese Sektorkopplung konkret aus? "Eine ganzheitliche L√∂sung unter Einbeziehung von Strom- und W√§rmeerzeugung √ľber Ladel√∂sungen und intelligente Steuerung", so beschreibt Ulrich Schmack, Gesch√§ftsf√ľhrer von Digital Energy Solutions, im Interview mit e21.digital k√ľnftige Dienstleistungen in diesem Bereich.
 
Eine Schl√ľsselrolle d√ľrfte die Power-to-Gas-Technologie spielen, mit der √ľbersch√ľssiger Erneuerbaren-Strom in speicherf√§higes Gas gewandelt werden kann. Im Schwerpunkt dieser Ausgabe beschreiben unsere Gastautoren, wie diese Technologie den Netzausbau-Bedarf verringern und eine Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch erreichen kann.
 
Flexilit√§tspotenzial wird auch in den Batterien der Elektroautos gesehen, die in den kommenden Jahren auf die Stra√üe kommen sollen. Welchen Einfluss diese sogenannten Vehicle-to-Grid-Anwendungen auf den Energiemarkt haben, erl√§utern unsere Autoren vom Berliner Analystenhaus Energy Brainpool.  
    
In der Rubrik "markt & technik" lesen Sie √ľber das Pay-for-outcomes-Modell, bei dem Unternehmen nicht mehr in Maschinen investieren, sondern f√ľr die damit erzeugten Ergebnisse zahlen. Dar√ľber hinaus finden Sie in dieser Rubrik (Video-)Interviews mit Gasag-Vorstand Matthias Trunk und Michal Sobotka, Gesch√§ftsf√ľhrer des Smart-Meter-Herstellers Gwadriga, sowie einen Gastkommentar von Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus.
Das flexible Energiesystem
Digitalisierung und Sektorkopplung sind nur zwei Schlagworte, die zeigen, dass unser Energiesystem flexibler werden muss. Unser aktuelles Special ¬ĄDas flexible Energiesystem¬ď stellt Strategien von Unternehmen vor, die sich hier bereits auf den Weg gemacht haben. Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender des Regionalversorgers N-Ergie, berichtet nach zweij√§hrigem Betrieb des gro√üen N√ľrnberger W√§rmespeichers, wie flexibel dieser das Heizkraftwerk in Kombination mit Elektroheizern macht.

Der nordrhein-westf√§lische Versorger WSW pr√§sentiert gemeinsam mit der Bergischen Universit√§t Wuppertal ein Forschungsprojekt zu dynamischen Stromtarifen f√ľr den Mittelstand. Im e|m|w-Interview gibt Rainer Baake, Staatssekret√§r im Bundeswirtschaftsministerium, zudem Einblicke, welche Rahmenbedingungen die Politik zur Flexibilisierung des Energiesystems geben will. Der Ausbau erneuerbarer Energien sowie des Glasfasernetzes sind zwei Strategien, mit denen sich die Oldenburger EWE AG den ge√§nderten Rahmenbedingungen anpasst, wie deren Vorstandsvorsitzender Matthias Br√ľckmann im Interview erl√§utert.

Weitere interessante Gespr√§chspartner haben wir beim Lebensmitteldiscounter Aldi S√ľd und dem Energieeffizienz-Dienstleister Veolia Energie Deutschland gefunden. Und wie immer zu Jahresbeginn gibt es einen R√ľckblick auf die Preisbewegungen im vergangenen Jahr und einen Ausblick f√ľr das laufende Jahr.
Jobwunder Energiemarkt? Wie die Energiewende den Arbeitsmarkt verändert.
Lange Zeit galt die Energiewende als Garant f√ľr neue Arbeitspl√§tze in der deutschen Wirtschaft. Dieses Bild hat sich inzwischen - zumindest teilweise - gewandelt. Im Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe gehen wir daher der Frage auf den Grund, wie die Energiewende den Arbeitsmarkt ver√§ndert. Prof. Stefan Brunnert von der Hochschule Weihenstephan beschreibt in seinem Beitrag, mit welchen Mitteln sich Hochschulen auf die neuen Berufbilder einstellen k√∂nnen. Die Dynamik des Wandels erfordert aber auch einen Mentalit√§tswechsel bei den Mitarbeitern. ¬ĄViele Unternehmen haben den Anschluss verpasst, da man sich zu lange weggeduckt und auf alte Tugenden und Erfahrungen gehofft hat¬ď, schreibt unser Gastautor Michael Marsch vom Recruiter Feld32.
 
In den anderen Rubriken lesen Sie, wie der Kraftwerkekonzern Steag Batteriespeicher zur Netzstabilisierung einsetzt, sowie √ľber das belgischen Unternehmen Smappee, das eine revolution√§re Blockchain-Anwendung f√ľr den Solarmarkt entwickelt hat. Jan Lengerke, Gesch√§ftsf√ľhrer des Vergleichsportals Verivox, nimmt im Interview mit e21.digital zum neuen Service ¬ĄVerivox Prime¬ď Stellung.
Kostenmanagement ¬Ė wie Unternehmen sparen
Die ersten Jahre der Liberalisierung haben die meisten etablierten Energieversorger allen Unkenrufen zum Trotz relativ glimpflich √ľberstanden. Doch jetzt, in Zeiten deutlich gesunkener Margen, vor allem in der Erzeugung, bekommen viele Unternehmen den Wettbewerb mit voller H√§rte zu sp√ľren. Im aktuellen Heft mit dem Special: "Kostenmanagement: Wie Unternehmen sparen." berichten zwei Vorst√§nde, wie ihr Energieversorgungsunternehmen aus eigener Kraft den Weg aus der Krise sucht - und findet. Im Interview sprachen wir dazu mit Erik H√∂hne, Vorstandsvorsitzender des Hagener Versorgers Enervie. Axel Prasch, Gesch√§ftsf√ľhrer der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft berichtet in seinem Artikel "Schulterschluss in schwieriger Lage" zu den Bem√ľhungen seines Hauses.
 
Ebenfalls zum Interview trafen wir Dr. Constantin Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG. Er glaubt, dass die fossile Erzeugung auch k√ľnftig noch eine Rolle spielen wird und kann sich auch vorstellen, wieder in Gaskraftwerke zu investieren.
Power-to-Heat - Strom heizt dem Wärmemarkt ein
Wenn viel Wind weht, m√ľssen die Netzbetreiber immer h√§ufiger Windr√§der abschalten. Diese Abregelung zum Schutz der Netze kostet viel Geld und ist energiepolitisch schwer vermittelbar. Abhilfe schaffen k√∂nnen flexible Verbraucher, die gr√∂√üere Menge Strom aufnehmen und somit die Netze entlasten. Power-to-Heat-Anlagen, die √ľbersch√ľssigen Strom in W√§rme umwandeln, sind dabei besonders geeignet.

Im Schwerpunkt dieser Ausgabe analysieren unsere Gastautoren, wie die Power-to-Heat-Technologie k√ľnftig zur Integration der Erneuerbaren beitragen kann. Dar√ľber hinaus lesen Sie im aktuellen Magazin unter anderem √ľber einen innovativen Nahverkehrszug mit Wasserstoffantrieb, eine digitale Dienstleistungs-Plattform f√ľr Stadtwerke sowie ein Interview mit Solarwatt-Innovationschef Andreas Gutsch.
Power for Gas - Gasmarkt im Umbruch
Gaskraftwerke stehen in der Merit-Order weiter hinten an, die Gaspreise bleiben niedrig und das politische Augenmerk richtet sich auf erneuerbare Energien. Trotzdem oder gerade deshalb pl√§dieren viele Marktteilnehmer f√ľr mehr "Power for Gas" - so auch der Titel unseres aktuellen Specials. Im Interview mit der e|m|w skizziert Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) eine Zukunft mit LNG. Chancen f√ľr Erdgas sieht er insbesondere in der Sektorkopplung.

Weitere Themen unseres Gas-Specials sind das Konvertierungsentgelt, die heimische F√∂rderung sowie der geplante zweite Strang der Erdgaspipeline Nord Stream. Zum Interview trafen wir neben Gerald Linke auch auf Hilko Schomerus, Managing Director von Macquarie Infrastructure and Real Assets. Er erkl√§rt, warum die Energiewirtschaft insbesondere f√ľr Investoren mit einer langen Anlagedauer von hohem Interesse ist.

Welchen Stellenwert Innovationen f√ľr Eon haben, dazu sprachen wir mit Susana Quintana-Plaza, sie ist Senior Vice President Technology & Innovation innerhalb des Konzern.