Ausgabenarchiv

Power-to-Heat - Strom heizt dem Wärmemarkt ein
Wenn viel Wind weht, müssen die Netzbetreiber immer häufiger Windräder abschalten. Diese Abregelung zum Schutz der Netze kostet viel Geld und ist energiepolitisch schwer vermittelbar. Abhilfe schaffen können flexible Verbraucher, die größere Menge Strom aufnehmen und somit die Netze entlasten. Power-to-Heat-Anlagen, die überschüssigen Strom in Wärme umwandeln, sind dabei besonders geeignet.

Im Schwerpunkt dieser Ausgabe analysieren unsere Gastautoren, wie die Power-to-Heat-Technologie künftig zur Integration der Erneuerbaren beitragen kann. Darüber hinaus lesen Sie im aktuellen Magazin unter anderem über einen innovativen Nahverkehrszug mit Wasserstoffantrieb, eine digitale Dienstleistungs-Plattform für Stadtwerke sowie ein Interview mit Solarwatt-Innovationschef Andreas Gutsch.
Power for Gas - Gasmarkt im Umbruch
Gaskraftwerke stehen in der Merit-Order weiter hinten an, die Gaspreise bleiben niedrig und das politische Augenmerk richtet sich auf erneuerbare Energien. Trotzdem oder gerade deshalb plädieren viele Marktteilnehmer für mehr "Power for Gas" - so auch der Titel unseres aktuellen Specials. Im Interview mit der e|m|w skizziert Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) eine Zukunft mit LNG. Chancen für Erdgas sieht er insbesondere in der Sektorkopplung.

Weitere Themen unseres Gas-Specials sind das Konvertierungsentgelt, die heimische Förderung sowie der geplante zweite Strang der Erdgaspipeline Nord Stream. Zum Interview trafen wir neben Gerald Linke auch auf Hilko Schomerus, Managing Director von Macquarie Infrastructure and Real Assets. Er erklärt, warum die Energiewirtschaft insbesondere für Investoren mit einer langen Anlagedauer von hohem Interesse ist.

Welchen Stellenwert Innovationen für Eon haben, dazu sprachen wir mit Susana Quintana-Plaza, sie ist Senior Vice President Technology & Innovation innerhalb des Konzern.
Energiewetter - Wie Petrus den Energiemarkt beeinflusst
"September schön in den ersten Tagen, will den ganzen Herbst ansagen“, lautet eine alte Bauernregel. Diese beruht darauf, dass die Wochen nach einem trockenen Septemberbeginn häufig überdurchschnittlich niederschlagsarm sind. In der modernen Meteorologie spielen solche Allgemeinplätze keine Rolle mehr – die hier verwendeten Methoden sind ungleich komplexer und ermöglichen wesentlich genauere Vorhersagen.
 
Da die Energieerzeugung zunehmend wetterabhängig erfolgt, ist die Energiewirtschaft mehr denn je auf präzise Prognosen angewiesen. Zu den Kunden von Wetterdienstleistern gehören neben den Betreibern von Wind- und Solaranlagen auch Netz- und Kraftwerksbetreiber, Direktvermarkter, Projektierer, Baufirmen und Versicherer. Im Schwerpunkt dieser e21.digital-Ausgabe erklären unsere Autoren die Kunst der guten Vorhersage und stellen neue, innovative Ansätze der Energiewetter-Prognose vor.
 
Um Innovationen geht es auch in unserem Interview mit Wolfgang Neldner, Chef des Landesbetriebes Berlin Energie. Neldner will in der Hauptstadt die Netze für Strom, Gas, Daten- und Wärme in einem neuartigen Kombinationsbetrieb zusammenführen. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Frage, wie viel „App“ ein Stadtwerk braucht und ob die Einführung von Smart Metern an Akzeptanzproblemen scheitert.
Grüne Chancen – mit Erneuerbaren verdienen
Es bleibt weiter spannend im Energiemarkt: Bei den Stadtwerken Hannover hat Dr. Susanna Zapreva das Ruder vom langjährigen Vorstandsvorsitzenden Michael Feist übernommen. Mit dem Generationenwechsel kommt frischer Wind in das Unternehmen, wie e|m|w-Redakteurin Stefanie Dierks im Gespräch mit Susanna Zapreva erfahren durfte. Auch der prominente Wechsel beim BDEW war Grund für ein Interview-Besuch: Seit Mai wird der Verband vom ehemaligen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Stefan Kapferer, geleitet.
Das Heft-Special widmet sich in dieser Ausgabe den „grünen Chancen“ und fragt Experten, ob Stadtwerke trotz der verschärften Anforderungen aus dem neuen EEG weiter in Wind- und Solarprojekte investieren sollten. Zu Wort kommen unter anderen Dr. Jochen Ahn, einer der Gründer des Projektierers Abo Wind, sowie Stephan Lommetz, Geschäftsführer der Stadtwerke Neuss, und Thüga-Geschäftsführer Thomas Walter.
Darüber hinaus wartet die e|m|w mit höchst lesenswerten Beiträgen zum Schweizerischen Energiemarkt auf. So stellt unter anderem Dr. Jörg Spicker, Mitglied der Geschäftsleitung von Swissgrid, die Frage nach der Netzsicherheit. Botschaftsrat Stefan Dörig beleuchtet den aktuellen Stand der Verhandlungen zum viel diskutierten Stromabkommen zwischen der Schweiz und der EU. Und Dr. Suzanne Thoma, CEO des drittgrößten Schweizer Energieunternehmens BKW, stand uns im Interview Rede und Antwort.
Start-up-Acceleratoren - Auf der Suche nach der Idee von morgen
Die Megatrends Digitalisierung und Dezentralisierung bewirken einen Innovationsschub am Energiemarkt. Gute Ideen (und Unternehmen, die diese umsetzen wollen), gibt es daher viele. Knackpunkt ist oft die Finanzierung, denn der Weg von der Idee zum tragenden Geschäftsmodell ist oft lang und endet für manches Start-up tödlich. Gründer können dabei auf unterschiedliche Unterstützung setzen – seien es Business Angels, Venture-Capital-Gesellschaften oder Acceleratoren.
 
Im Schwerpunkt dieser e21.digital-Ausgabe nehmen wir die Arbeit von Acceleratoren, die Start-ups am Energiemarkt fördern, in den Fokus. Wie ein großer Energiekonzern mit dem Thema Innovationen umgeht und wo diese am besten aufzuspüren sind, haben wir RWE-Innovationschef Thomas Birr gefragt. „Im Silicon Valley müssen Sie auf den Gartenpartys der Venture-Capital-Fonds mit Gründern, Business Angels und Unternehmern am Barbecue stehen, um am Puls der Entwicklung zu sein“, so seine Antwort im e21.digital-Interview.
Der digitale Energieversorger
Die Digitalisierung verändert unsere Welt im rasanten Tempo und macht auch vor der Energieversorgung nicht halt. Das ist mit Herausforderungen verbunden, eröffnet aber auch neue Chancen, wie die Vernetzung dezentraler Erzeugungsanlagen oder Mieterstrom-Modelle. Wie sich smarte Ideen im Energiemarkt realisieren lassen, lesen Sie in unserem Special „Digitalisierung der Energiewirtschaft“. Passend dazu ist auch das Interview mit Edna-Geschäftsführer Rüdiger Winkler. Er sprach mit e|m|w über das Digitalisierungsgesetz, die gestiegenen Anforderungen an die IT-Systeme sowie über die zunehmende Dezentralisierung des Energiesystems.

Frank Mattat, Sprecher der Geschäftsführung von Gasag Contracting, äußert sich im e|m|w-Interview zwar nicht zur Digitalisierung. Gleichwohl treiben auch ihn die geänderten Rahmenbedingungen im Energiemarkt um. Geschäftsmodelle werden sich seiner Einschätzung nach künftig immer schneller überholen. Die Digitalisierung − aber auch der Wettbewerbsdruck – machen sich insbesondere im Vertrieb bemerkbar. Welche Strategien Energieunternehmen hier fahren können, beleuchtet der Artikel „Energiemarkt 2030+“. Gleichzeitig dürfen sich Versorger nicht verrennen, um Neukunden um jeden Preis zu gewinnen. Siegfried Numberger von Preisenergie erläutert in seinem Artikel „Neukundenpricing“, wie es besser geht.
Energieautarkie - Soweit der Speicher reicht
Der Markt für Energiespeicher ist auf dem Weg zum Massenmarkt. Die Technologie entwickelt sich rasant, die Preise sinken - Grund genug, den Speichermarkt in dieser Ausgabe genauer in den Fokus zu nehmen. "Wir rechnen damit, dass die Kosten jährlich im zweistelligen Prozentbereich sinken", sagt LG-Chem-Europachef Santiago Senn im Interview. Dass jenseits von Heim- und Großspeichern auch Industriebetriebe und Elektroautos Speicherfunktionen übernehmen können, beschreiben unsere Gastautoren im Heftschwerpunkt.
Stadtwerke – Lokale Helden
Um auch zukünftig ein starker Player im Markt zu sein, ist es wichtig, die eigenen Stärken zu identifizieren und kontinuierlich daran zu arbeiten. Bei Stadtwerken sind diese Stärken in erster Linie ihre lokale Verwurzelung und ihr guter Kundenzugang, der enorme Potenziale birgt. Innovative Entscheider in Stadtwerken denken daher darüber nach, wie sie sich lokal noch besser und nachhaltiger positionieren können, um jetzt und zukünftig als starker Allround-Partner für Haushalte, Gewerbe, Industrie und Stadt wahrgenommen zu werden.

Hierfür muss selbstverständlich auch das Angebot stimmen. Daher ist es mindestens genauso wichtig, die richtigen Partnerschaften und Vertriebskooperationen anzubahnen und zu schließen, wie unser Autor, Dr. Werner Hitschler, Vorstand der Pfalzwerke, in einem Gastbeitrag erläutert „Stadtwerke – Lokale Helden“ heißt unser Special in diesem Heft und beschreibt in lesenswerten Beiträgen, wie dieser Lokalisten-Ansatz funktionieren kann. Passend zu unserem Schwerpunkt führten wir auch ein Interview mit Dr. Norbert Menke, Vorstandsvorsitzender der Leipziger LVV. 
Smart Home - Mehr als Energieeffizienz
Im Schwerpunkt der Ausgabe dreht sich alles um das intelligente Zuhause. Smart Homes versprechen den Kunden Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit. Doch zwischen den Marketingversprechen der Unternehmen und der Umsetzung bestehen noch riesige Lücken, schreibt unser Gastautor Michael Jüdiges vom Startup iExergy in seinem Gastbeitrag. Die Chancen, die sich aus der schlauen Vernetzung von Gebäude ergeben, sind indes riesig. Unsere Gastautoren beschreiben, wo intelligente Energiedienstleistungen für die Zukunft entwickelt werden und warum lokale Batteriespeicher einen Beitrag zum smarten Quartier leisten können.
Come Together - mit Kooperationen zum Erfolg
Energieversorger sind klassischerweise Einzelkämpfer. Schließlich hatte vor der Liberalisierung jeder sein abgegrenztes Monopol. Zwar sind diese Zeiten lange vorbei. Die Einstellung, möglichst alles selbst zu machen, ist jedoch häufig geblieben. Gerade beim Einstieg in neue Geschäftsfelder ist der Aufbau eigener Kompetenzen jedoch mühsam, Know-how von außen ist gefragt. In unserem Special: "Come together - Mit Kooperationen zum Erfolg" zeigen wir, wie es geht. Gleichzeitig gibt es wieder hochkarätig besetzte Interviews - unter anderem mit Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des VKU und Dr. Hans-Josef Zimmer, Vorstand der EnBW.