Ausgabenarchiv

Daten – der neue Rohstoff
Big Data, Digitalisierung, Blockchain - sicher jeder von Ihnen hat diese Schlagworte schon einmal gehört. Aber was steckt dahinter? Die e|m|w nimmt sich in ihrer aktuellen Ausgabe dieses Themas an, unter dem Schwerpunktthema "Daten - der neue Rohstoff". Lesen Sie darin, wie mithilfe der Digitalisierung neue Geschäftsmodelle entstehen können und ob Blockchain wirklich der vielgepriesene Heilsträger ist.

Auch die Eon-Tochter "E-wie-einfach" arbeitet an innovativen, digitalen Lösungen. Wir sprachen mit Oliver Bolay, Geschäftsführer von E-wie-einfach, und Robert Hienz, Geschäftsführer der Muttergesellschaft Eon Energie Deutschland, anlässlich des zehnjährigen Firmenjubiläums über das vergangene Jahrzehnt und die Perspektiven des Unternehmens für die Zukunft. Ebenfalls zum Interview trafen wir Thomas Zinnöcker, Vorsitzender der Geschäftsführung des Messdienstleisters Ista. Er ist der Ansicht, dass die Politik ihr Augenmerk vermehrt auf gering-investive Maßnahmen wie ein optimiertes Verbraucherverhalten legen sollte.
Der Energiekunde 2025 – Vom Verbraucher zum aktiven Marktteilnehmer
Durch Digitalisierung und Energiewende verändern sich die Bedürfnisse der Energiekunden rasant. Für Energieversoger ist es daher unerlässlich, diese Bedürfnisse zu kennen und auf dieser Grundlage neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Unsere Gastautoren von der Unternehmensberatung PWC haben drei Kundengruppen identifiziert, auf die sich Versorger einstellen müssen.
 
Welche Rolle Stadtwerke in der neuen, digitalen Welt spielen können, beschreibt GGEW-Chef Carsten Hoffmann. Sein Credo: Stadtwerke brauchen neue, innovative Produkte und Dienstleistungen. Doch die Digitalisierung birgt auch Risiken. Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW sieht dabei insbesondere den Datenschutz in Gefahr. Robert Busch vom Bundesverband Neue Energiewirtschaft weist im e21.digital-Interview zudem darauf hin, dass für viele Kunden nicht die Digitalisierung zählt, sondern eher die verlässliche Bereitstellung von Energie. „Ohne digitale Anwendungen  wird es schwer, die Energieversorgung CO2-freier, dezentraler und vielleicht auch etwas autarker zu gestalten, aber Digitalisierung ist kein Selbstzweck“, so Busch.
 
Lesen Sie außerdem in dieser Ausgabe über ein richtungsweisendes Start-up-Förderprojekt in Sachsen-Anhalt, Crowdfunding für Solarprojekte in Afrika sowie ein neues Tool zur Optimierung der Energieversorgung von Wohnquartieren.
Das Stadtwerk im Wandel
Die Umweltverbände schlagen schon lange Alarm, nun hat sich auch das Umweltbundesamt zu Wort gemeldet: Deutschland wird voraussichtlich seine CO2-Ziele verfehlen. Größter Emittent ist nach wie vor die Energiewirtschaft. Doch gerade Stadtwerke haben die Zeichen der Zeit längst erkannt. "Das Stadtwerk im Wandel" lautet daher auch der Titel unseres aktuellen Specials. Darin lesen Sie, wie Stadtwerke neue Wege beschreiten. So wollen die Stadtwerke Osnabrück mit ihrem Carsharing-Angebot auch dazu beitragen, die Emissionen im Verkehr zu reduzieren. Oder die Stadtwerke Kiel: Sie bauen ein Gasmotorenkraftwerk, das flexibel auf die fluktuierende Erneuerbaren-Einspeisung reagieren kann. Die Stadtwerke Heidelberg setzten ein intelligentes Areal-Konzept in ihrer Heimatstadt um. 

Passend zu unserem Schwerpunktthema sprachen wir auch mit zwei Chefs kommunaler Unternehmen. Klaus Eder, Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, erläutert im Interview die neue Geschäftsstrategie seines Unternehmens. In die Tiefen der Geothermie führt uns Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke München. Lesen Sie zudem ein Interview mit den beiden Geschäftsführern der Rheinischen Netzgesellschaft, Ulrich Groß und Karsten Thielmann. Sie wehren sich dagegen, dass die Verteilnetzbetreiber Kompetenzen in die Übertragungsnetzebene abgeben sollen. Last but not least sei Ihnen unser Round Table zum Thema Wärmewende ans Herz gelegt. Ausgewählte Experten diskutierten darüber, wie die Emissionsziele der Bundesrepublik im Wärmesektor erreicht werden können.
(Digitale) Sektorkopplung – Strom, Wärme und Verkehr wachsen zusammen.
Für eine erfolgreiche Energiewende müssen die Bereiche Strom, Wärme und Verkehr enger verzahnt werden - darüber besteht Einigkeit. Doch wie sieht diese Sektorkopplung konkret aus? "Eine ganzheitliche Lösung unter Einbeziehung von Strom- und Wärmeerzeugung über Ladelösungen und intelligente Steuerung", so beschreibt Ulrich Schmack, Geschäftsführer von Digital Energy Solutions, im Interview mit e21.digital künftige Dienstleistungen in diesem Bereich.
 
Eine Schlüsselrolle dürfte die Power-to-Gas-Technologie spielen, mit der überschüssiger Erneuerbaren-Strom in speicherfähiges Gas gewandelt werden kann. Im Schwerpunkt dieser Ausgabe beschreiben unsere Gastautoren, wie diese Technologie den Netzausbau-Bedarf verringern und eine Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch erreichen kann.
 
Flexilitätspotenzial wird auch in den Batterien der Elektroautos gesehen, die in den kommenden Jahren auf die Straße kommen sollen. Welchen Einfluss diese sogenannten Vehicle-to-Grid-Anwendungen auf den Energiemarkt haben, erläutern unsere Autoren vom Berliner Analystenhaus Energy Brainpool.  
    
In der Rubrik "markt & technik" lesen Sie über das Pay-for-outcomes-Modell, bei dem Unternehmen nicht mehr in Maschinen investieren, sondern für die damit erzeugten Ergebnisse zahlen. Darüber hinaus finden Sie in dieser Rubrik (Video-)Interviews mit Gasag-Vorstand Matthias Trunk und Michal Sobotka, Geschäftsführer des Smart-Meter-Herstellers Gwadriga, sowie einen Gastkommentar von Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus.
Das flexible Energiesystem
Digitalisierung und Sektorkopplung sind nur zwei Schlagworte, die zeigen, dass unser Energiesystem flexibler werden muss. Unser aktuelles Special „Das flexible Energiesystem“ stellt Strategien von Unternehmen vor, die sich hier bereits auf den Weg gemacht haben. Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender des Regionalversorgers N-Ergie, berichtet nach zweijährigem Betrieb des großen Nürnberger Wärmespeichers, wie flexibel dieser das Heizkraftwerk in Kombination mit Elektroheizern macht.

Der nordrhein-westfälische Versorger WSW präsentiert gemeinsam mit der Bergischen Universität Wuppertal ein Forschungsprojekt zu dynamischen Stromtarifen für den Mittelstand. Im e|m|w-Interview gibt Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, zudem Einblicke, welche Rahmenbedingungen die Politik zur Flexibilisierung des Energiesystems geben will. Der Ausbau erneuerbarer Energien sowie des Glasfasernetzes sind zwei Strategien, mit denen sich die Oldenburger EWE AG den geänderten Rahmenbedingungen anpasst, wie deren Vorstandsvorsitzender Matthias Brückmann im Interview erläutert.

Weitere interessante Gesprächspartner haben wir beim Lebensmitteldiscounter Aldi Süd und dem Energieeffizienz-Dienstleister Veolia Energie Deutschland gefunden. Und wie immer zu Jahresbeginn gibt es einen Rückblick auf die Preisbewegungen im vergangenen Jahr und einen Ausblick für das laufende Jahr.
Jobwunder Energiemarkt? Wie die Energiewende den Arbeitsmarkt verändert.
Lange Zeit galt die Energiewende als Garant für neue Arbeitsplätze in der deutschen Wirtschaft. Dieses Bild hat sich inzwischen - zumindest teilweise - gewandelt. Im Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe gehen wir daher der Frage auf den Grund, wie die Energiewende den Arbeitsmarkt verändert. Prof. Stefan Brunnert von der Hochschule Weihenstephan beschreibt in seinem Beitrag, mit welchen Mitteln sich Hochschulen auf die neuen Berufbilder einstellen können. Die Dynamik des Wandels erfordert aber auch einen Mentalitätswechsel bei den Mitarbeitern. „Viele Unternehmen haben den Anschluss verpasst, da man sich zu lange weggeduckt und auf alte Tugenden und Erfahrungen gehofft hat“, schreibt unser Gastautor Michael Marsch vom Recruiter Feld32.
 
In den anderen Rubriken lesen Sie, wie der Kraftwerkekonzern Steag Batteriespeicher zur Netzstabilisierung einsetzt, sowie über das belgischen Unternehmen Smappee, das eine revolutionäre Blockchain-Anwendung für den Solarmarkt entwickelt hat. Jan Lengerke, Geschäftsführer des Vergleichsportals Verivox, nimmt im Interview mit e21.digital zum neuen Service „Verivox Prime“ Stellung.
Kostenmanagement – wie Unternehmen sparen
Die ersten Jahre der Liberalisierung haben die meisten etablierten Energieversorger allen Unkenrufen zum Trotz relativ glimpflich überstanden. Doch jetzt, in Zeiten deutlich gesunkener Margen, vor allem in der Erzeugung, bekommen viele Unternehmen den Wettbewerb mit voller Härte zu spüren. Im aktuellen Heft mit dem Special: "Kostenmanagement: Wie Unternehmen sparen." berichten zwei Vorstände, wie ihr Energieversorgungsunternehmen aus eigener Kraft den Weg aus der Krise sucht - und findet. Im Interview sprachen wir dazu mit Erik Höhne, Vorstandsvorsitzender des Hagener Versorgers Enervie. Axel Prasch, Geschäftsführer der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft berichtet in seinem Artikel "Schulterschluss in schwieriger Lage" zu den Bemühungen seines Hauses.
 
Ebenfalls zum Interview trafen wir Dr. Constantin Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG. Er glaubt, dass die fossile Erzeugung auch künftig noch eine Rolle spielen wird und kann sich auch vorstellen, wieder in Gaskraftwerke zu investieren.
Power-to-Heat - Strom heizt dem Wärmemarkt ein
Wenn viel Wind weht, müssen die Netzbetreiber immer häufiger Windräder abschalten. Diese Abregelung zum Schutz der Netze kostet viel Geld und ist energiepolitisch schwer vermittelbar. Abhilfe schaffen können flexible Verbraucher, die größere Menge Strom aufnehmen und somit die Netze entlasten. Power-to-Heat-Anlagen, die überschüssigen Strom in Wärme umwandeln, sind dabei besonders geeignet.

Im Schwerpunkt dieser Ausgabe analysieren unsere Gastautoren, wie die Power-to-Heat-Technologie künftig zur Integration der Erneuerbaren beitragen kann. Darüber hinaus lesen Sie im aktuellen Magazin unter anderem über einen innovativen Nahverkehrszug mit Wasserstoffantrieb, eine digitale Dienstleistungs-Plattform für Stadtwerke sowie ein Interview mit Solarwatt-Innovationschef Andreas Gutsch.
Power for Gas - Gasmarkt im Umbruch
Gaskraftwerke stehen in der Merit-Order weiter hinten an, die Gaspreise bleiben niedrig und das politische Augenmerk richtet sich auf erneuerbare Energien. Trotzdem oder gerade deshalb plädieren viele Marktteilnehmer für mehr "Power for Gas" - so auch der Titel unseres aktuellen Specials. Im Interview mit der e|m|w skizziert Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) eine Zukunft mit LNG. Chancen für Erdgas sieht er insbesondere in der Sektorkopplung.

Weitere Themen unseres Gas-Specials sind das Konvertierungsentgelt, die heimische Förderung sowie der geplante zweite Strang der Erdgaspipeline Nord Stream. Zum Interview trafen wir neben Gerald Linke auch auf Hilko Schomerus, Managing Director von Macquarie Infrastructure and Real Assets. Er erklärt, warum die Energiewirtschaft insbesondere für Investoren mit einer langen Anlagedauer von hohem Interesse ist.

Welchen Stellenwert Innovationen für Eon haben, dazu sprachen wir mit Susana Quintana-Plaza, sie ist Senior Vice President Technology & Innovation innerhalb des Konzern.
Energiewetter - Wie Petrus den Energiemarkt beeinflusst
"September schön in den ersten Tagen, will den ganzen Herbst ansagen“, lautet eine alte Bauernregel. Diese beruht darauf, dass die Wochen nach einem trockenen Septemberbeginn häufig überdurchschnittlich niederschlagsarm sind. In der modernen Meteorologie spielen solche Allgemeinplätze keine Rolle mehr – die hier verwendeten Methoden sind ungleich komplexer und ermöglichen wesentlich genauere Vorhersagen.
 
Da die Energieerzeugung zunehmend wetterabhängig erfolgt, ist die Energiewirtschaft mehr denn je auf präzise Prognosen angewiesen. Zu den Kunden von Wetterdienstleistern gehören neben den Betreibern von Wind- und Solaranlagen auch Netz- und Kraftwerksbetreiber, Direktvermarkter, Projektierer, Baufirmen und Versicherer. Im Schwerpunkt dieser e21.digital-Ausgabe erklären unsere Autoren die Kunst der guten Vorhersage und stellen neue, innovative Ansätze der Energiewetter-Prognose vor.
 
Um Innovationen geht es auch in unserem Interview mit Wolfgang Neldner, Chef des Landesbetriebes Berlin Energie. Neldner will in der Hauptstadt die Netze für Strom, Gas, Daten- und Wärme in einem neuartigen Kombinationsbetrieb zusammenführen. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Frage, wie viel „App“ ein Stadtwerk braucht und ob die Einführung von Smart Metern an Akzeptanzproblemen scheitert.