Markt & Technik Prof. Felix Müsgens und Iegor Riepin – Brandenburgische Technische Universität, Cottbus-Senftenberg

Offshore-Windenergie - subventionsfrei?

Die Preise der jüngsten Auktionen für Offshore-Windenergie unterschreiten schon jetzt das Niveau, das eine Konsensstudie von Experten für 2050 prognostiziert hat. Eine aktuelle Veröffentlichung in Nature Energy, die von einer internationalen Wissenschaftlergruppe verfasst wurde, analysiert diese außergewöhnliche Erfolgsgeschichte.

Die Veröffentlichung analysiert die Ergebnisse von 17 Auktionen für Offshore-Windenergie in fünf europäischen Ländern mit insgesamt 41 akzeptierten Windparks. Diese Windprojekte haben eine Gesamtkapazität von 20 Gigawatt und umfassen verschiedene Offshore-Windtechnologien, darunter Monopile-, Jacket- und Schwerkraftfundamente.

Klar ist, dass ein direkter Vergleich der Auktionsergebnisse nicht zielführend sein kann, da sich das Auktionsdesign von Land zu Land (und auch im Zeitverlauf) erheblich unterscheidet. Ob ein Gebot wettbewerbsfähig ist, hängt unter anderem davon ab, wie lange eine Vergütung gewährt wird, in welchem Umfang Netzanschlusskosten von den Projektierern bezahlt werden und in welchem Umfang sie Preisrisiken übernehmen. Darüber hinaus steigt die Validität der Ergebnisse, zum Beispiel im Hinblick auf Projektrealisierungswahrscheinlichkeiten, mit der Größe der Stichprobe.

Daten einen Sinn geben

Um eine Analyse der Auktionsergebnisse zu ermöglichen, wurden deshalb alle „bezuschlagten“ Gebote anhand einer monatlichen Cashflow- Analyse harmonisiert. Das Papier stellt eine Metrik für den „harmonisierten erwarteten Erlös“ (harmonised expected revenue, HER) vor, die den diskontierten Durchschnittsertrag pro Megawattstunden erzeugter Elektrizität während der Laufzeit des Projekts widerspiegelt...

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