Interview Interview mit Stefan Pischinger, Vorsitzender der Geschäftsführung und Geschäftsführender Gesellschafter der FEV Group GmbH

"Emissionsgrenzwerte sind besser als Verbote."

Quasi alle großen Automobilhersteller auf der Welt gehören zu den Kunden der FEV mit Stammsitz in Aachen. Das 1978 gegründete Unternehmen entwickelt Antriebe und Fahrzeugtechnik für die Automobilwirtschaft. Gehört es damit zu den Verhinderern einer Verkehrswende? Der Parkplatz der FEV lässt erste Zweifel an dieser Vermutung aufkommen: Hier finden sich Ladepunkte für Elektrofahrzeuge sowie ein überdachter Fahrradabstellplatz. e|m|w-Redakteurin Stefanie Dierks sprach mit dem Sohn des Firmengründers und heutigen Vorsitzenden der Geschäftsführung, Stefan Pischinger, über die technologischen Möglichkeiten bei Fahrzeugantrieben.

e|m|w: Herr Professor Pischinger, muss man ein Autoliebhaber sein, um hier zu arbeiten?

Stefan Pischinger: Es schadet sicher nicht, aber unser Arbeitsgebiet ist deutlich größer. Wir arbeiten auch für nicht-automobile Bereiche, zum Beispiel Schiffs-und Lokomotivmotoren bis hin in den Aerospace-Bereich. Es muss nicht jeder ein leidenschaftlicher Autonarr sein. Aber es trifft sicher auf viele von uns zu.

e|m|w: Was macht die FEV genau?

Stefan Pischinger: Unser Geschäft ist nicht die Produktion, sondern die Entwicklung. Unsere Kunden sind die Automobilindustrie sowie deren Zulieferer. Wenn Sie genug Geld mitbringen, können wir auch für Sie einen völlig neuen Antrieb entwickeln, also Motor und Getriebe, aber auch ein ganzes Fahrzeug.

e|m|w: Wie können die herkömmlichen Antriebstechnologien wie Diesel und Benziner heute effizienter werden?

Stefan Pischinger: Wir sehen sowohl bei Diesel- als auch bei Ottomotoren ein Potenzial, die Wirkungsgrade um über 20 Prozent zu steigern. Das ist beispielsweise über die Verbrennung möglich...

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