Der Zürichsee ist auch eine Heizung

Energieeffizienz & Erzeugung  /  Lena Harm und Brigitta Künzli, EWZ

Der Zürichsee ist ein beliebtes Erholungsgebiet und das wichtigste Trinkwasserreservoir für die Stadt Zürich und ihre Agglomeration. Das Seewasser dient zudem als Energiequelle zum Heizen und Kühlen. EWZ, das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich, nutzt das Wasser des Zürichsees seit 2003 für drei Seewasserverbunde. Diese versorgen zahlreiche Gebäude rund um das Zürcher Seebecken umwelt- und klimafreundlich mit Wärme und Kälte.

Die drei Seewasserverbunde Escherwiese, Fraumünster und Falkenstraße unterstützen seit der Inbetriebnahme des ersten Verbundes Escherwiese im Jahr 2003 die umwelt- und energiepolitischen Ziele der Stadt Zürich und des Bundes. Die benötigte Energie wird effizient, wirtschaftlich und ressourcen- sowie umweltschonend bereitgestellt und es gilt, den Einsatz fossiler Brennstoffe und den CO2- Ausstoß zu vermindern. Mit den Seewasserverbunden werden jährlich 1.005.000 Liter Heizöl eingespart. Das entspricht einer CO2-Reduktion von 2.630 Tonnen. 

Der Zürichsee eignet sich gut als Quelle zum Heizen und Kühlen, da das Seewasser in allen vier Jahreszeiten nutzbar ist. Damit das Seewasser verwendet werden kann, muss es in einer Tiefe gefasst werden, die im Sommer eine direkte Kühlung zulässt, ohne die Verwendung von Kältemaschinen (Freecooling). Bei den drei Verbunden im Zürichsee liegt die Wasserfassung, je nach Verbund, zwischen 12 und 15 Metern tief...

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