Windenergie nach Ende der EEG-Förderung

Optionen für den Weiterbetrieb
Erzeugung & Infrastruktur  /  Wolfram Axthelm, Geschäftsführer, Bundesverband WindEnergie

Zum Jahresende 2020 endet für die ersten Windenergieanlagen die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Bis zum Jahr 2025 fallen ca. 16.000 MW installierte Leistung aus der Förderung. Dem gegenüber stehen bisher Ausschreibungsmengen von 2.800 MW bzw. 2.900 MW pro Jahr. Ein Rückgang der installierten Leistung würde jedoch die Energiewende abbremsen. Damit rückt die Frage, wie sich die Anlagen ohne EEG-Förderung weiterbetreiben lassen, in den Fokus.

Die Windenergie hat es geschafft. Innerhalb weniger Jahre ist sie zur zweitwichtigsten Energiequelle in Deutschland geworden. Fast 29.000 Anlagen an Land und 1.200 Anlagen in Nord- und Ostsee mit zusammen 56 Gigawatt tragen mit 107 Terrawattstunden ganz entscheidend zum deutschen Strommix bei. Gleichzeitig sparen sie 72 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ein und leisten so einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz. Noch vor Steinkohle, Erdgas und Solar ist die Windenergie mit 18,8 Prozent der deutschen Bruttostromerzeugung die zweitwichtigste Energiequelle. Die im Juni 2018 begonnene Arbeit der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung wird ein verbindliches Ende der Kohleverstromung in Deutschland definieren. Damit ist klar, dass die Windenergie die Leittechnologie des Energiesystems der Zukunft sein wird. Die nächsten starken Jahre stehen uns bevor.

Vermarktungsoptionen innerund außerhalb des EEG

Während der EEG-Novellen 2014 und 2017 wurde intensiv die Frage der aus der EEGFörderung ausscheidenden Anlagen erörtert. Um eine Grundlage für die weiteren Debatten zu liefern, hat der BWE die Studie „Perspektiven für den Weiterbetrieb von Windenergieanalagen nach 2020“ durch die Deutsche WindGuard erarbeiten lassen. Parallel wurden in mehreren Leitfäden bereits bestehende Vermarktungsoptionen innerhalb und außerhalb des EEG aufgezeigt sowie Möglichkeiten für die planerische Sicherung gut akzeptierter Bestandsflächen erarbeitet. Zusätzlich hat das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) im Auftrag vom BWE einen Vorschlag für einen verbesserten Marktzugang durch die direkte Vermarktung von Windstrom und anderem erneuerbaren Strom im B2B-Bereich vorgelegt, dessen Umsetzung aktuell mit der Politik diskutiert wird...

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