Aus der e|m|w Sonderausgabe 01|22
Kommentar Von Dr. Eberhard von Rottenburg, Stellvertretender Leiter der Abteilung „Energie- und Klimapolitik“, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

Industrie treibt Klimaneutralität voran

Grüner Stahl, CO2 -freier Beton und klimaneutral produzierte Autos? Wasserstoff als Energieträger für die Nutzung in Gasnetzen? An Ideen und Projekten für eine Dekarbonisierung der Industrie wird mit Hochdruck gearbeitet. Für die erfolgreiche Umsetzung braucht es nun die richtigen politischen Rahmenbedingungen.

Nach dem fortgeschrittenen Umbau des Stromsektors, der bereits zu rund 45 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt wird, kommen nun die anderen Wirtschaftssektoren verstärkt in den Blick. Bei Verkehr, Gebäuden, Landwirtschaft und der Industrie sind die Anforderungen an eine Dekarbonisierung eher noch komplexer, die Hauptaufgaben liegen hier noch vor uns.

Rolle der Industrie bei der Dekarbonisierung Speziell die Industrie steht für knapp ein Viertel der deutschen Treibhausgasemissionen, das entspricht rund 187 Millionen Tonnen CO2 (2019). Seit 1990 hat sie ihre Emissionen bereits um rund 100 Millionen Tonnen reduziert. Zudem ist das Wirtschaftswachstum inzwischen zunehmend vom Energieverbrauch entkoppelt, Energieeffizienzgewinne und Industriewachstum kompensieren sich in den letzten Jahren annähernd...

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