Standortbilanzen: Regionalökonomische Bedeutung in konkreten Kennzahlen

Organisation & Strategie  /  Thomas Lehr, Geschäftsführer CONOSCOPE GmbH, Tino Roßberg, FRIDAY NIGHT, und Christian Heine, Geschäftsführer Stromnetz Hamburg GmbH

Energieversorger haben eine hohe Regionalverbundenheit und liefern wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Region. In Ermangelung konkreter Kennzahlen zu ihrer regionalwirtschaftlichen Bedeutung argumentieren Unternehmen aber häufig eher vage, erhebliches Kommunikationspotenzial bleibt ungenutzt. Der Artikel zeigt auf, welche Kennzahlen am Beispiel der Stromnetz Hamburg GmbH im Rahmen einer Standortbilanz ermittelt werden können und worin deren Kommunikationspotenzial liegt.

Versorgungsunternehmen sind auf vielfältige Weise mit ihrer Region verflochten. Konkret zu nennen ist der regionale Bezug von Waren und Leistungen. Insbesondere aus Branchen wie dem Baugewerbe, dem verarbeitenden Gewerbe und den Unternehmensdienstleistungen werden große Teile des Beschaffungsvolumens in einem Umkreis von 50 bis 100 Kilometern eingekauft. Die regionalen Lieferanten beziehen ihrerseits wieder Waren und Dienstleistungen aus der Region. 80 bis 90 Prozent der Mitarbeiter haben ihren Wohnsitz im Umfeld des Energieversorgers. Die hier verdienten, häufig überdurchschnittlichen Einkommen fließen in den regionalen Wirtschaftskreislauf. Hiervon profitieren der Einzelhandel, die Gastronomie und die Immobilienwirtschaft. Dies gilt auch für die Beschäftigten bei den regionalen Lieferanten.

Über Steuern und Abgaben fließen erhebliche Mittel in die öffentlichen Haushalte, insbesondere auf kommunaler Ebene und auf Landesebene. Beispiele hierfür sind Konzessionsabgaben, Gewerbesteuern, Gewinnabführungen an kommunale Anteilseigner, aber auch anteilig entsprechend der sogenannten Steuerhoheiten Lohn- und Einkommensteuer oder Umsatzsteuer. Auch hier sind neben dem direkten Steueraufkommen des Energieversorgungsunternehmens (EVU) die Steueraufkommen auf Lieferantenebene zu nennen...

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