Interview Interview mit Dirk Heinze, Präsident Bundesverband Energiemarkt und Kommunikation (Edna)

"Wirklich weiter sind wir, wenn der Börsenpreis zum Kunden durchdringt."

Spätestens mit der Coronakrise ist wohl dem letzten Energieunternehmen die Bedeutung der IT vor Augen geführt worden. Anderen war dies schon viel früher klar. Vor 20 Jahren gründete sich der Bundesverband Energiemarkt und Kommunikation - kurz Edna - und stieß zunächst auf taube Ohren und schwarze Zähler, wie Initiator und Präsident Dirk Heinze im Interview mit energate Redakteurin Stefanie Dierks erzählt.

e|m|w: Herr Heinze, die Edna wird - wie energate - in diesem Jahr 20 Jahre alt. Sie waren von Anfang an dabei. Wie kam es zu der Gründung der Edna?

Heinze: Wir waren schon früh als kleines Softwareunternehmen Mitglied beim VDEW, der Vorgängerorganisation des BDEW. Innerhalb des VDEW wollten wir uns für Digitalisierung und Standardisierung stark machen, stießen aber auf taube Ohren. Offenbar war das Thema noch nicht dort angekommen. Nach einem enttäuschenden Meeting innerhalb des VDEW setzte ich mich frustriert mit Uwe Pagel, Geschäftsführer unserer PRAgentur Press’n‘Relations, zusammen. Wir beschlossen, einen eigenen Verband zu gründen und haben uns mit einigen Unternehmen aus der Branche getroffen. So starteten wir am 17. Januar 2001 mit 20 Mitgliedsunternehmen.

e|m|w: Wo stand die Energiebranche damals aus IT-Sicht?

Heinze: Wir kamen als IT-Unternehmen in eine Branche hinein, die schwarze Zähler an die Wand schraubte. Die größte IT-Software, die es gab, waren Abrechnungssysteme. Da endete die Welt. Die Unternehmen arbeiteten mit Ablesekarten, auf denen man einen Wert per hand eingetragen hat, dann wurde eine Rechnung mit der Post verschickt. Die Energiewirtschaft war sehr Hardware-orientiert. Sie hat Kabel verlegt. Damals gab es im Übrigen noch so Projekte wie Cheops von RWE. Sie versuchten, ein SAP-Pendant für die Energiewirtschaft aufzubauen und haben dabei Millionen versenkt.

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