Kommentar Von Dr. Stefan Kaufmann, Innovationsbeauftragter „Grüner Wasserstoff“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Wir brauchen eine neue Energie-Weltkarte

Die Gründe für eine Umstellung des Energiesystems auf Erneuerbare Energien sind vielfältig, aber nicht neu: Mit ihnen können wir unsere Klimaziele erreichen und unseren Energie-Import breiter aufstellen. Was sich nun aber verändert hat: Wir brauchen mehr Tempo! Neue Abhängigkeiten, wie etwa eine Gas-Kooperation mit Katar, können lediglich kurzfristig sinnvoll sein. Denn eines ist klar: Schon zu lange haben wir uns auf die Brückentechnologie Erdgas gestützt. Die veränderte geopolitische Lage zwingt uns jetzt dazu, an einer neuen Energie-Weltkarte zu arbeiten – und zwar zügig!

Grüner Wasserstoff als Schlüssel zur Unabhängigkeit Der Energieträger der Zukunft heißt grüner Wasserstoff. Im Gegensatz zu Erdgas steht er für Unabhängigkeit, denn Sonne und Wind - wichtige Voraussetzungen für seine Erzeugung – gibt es nicht nur in einigen wenigen Staaten. Deshalb steigt Deutschland in die Wasserstoffwirtschaft ein. 2021 haben wir als Bundesforschungsministerium mit den Wasserstoff-Leitprojekten eine unserer größten Forschungsinitiativen für die Energiewende gestartet, um die zentralen Herausforderungen eines solchen Einstiegs anzugehen: Die Serienfertigung von großskaligen Elektrolyseuren, die Offshore-Wasserstoff-erzeugung und die Entwicklung von Wasserstoff-Transportmöglichkeiten...

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