Schwerpunkt: LNG-Märkte im Blick Von Philipp Kroepels, Geschäftsführer, German LNG GmbH

Multifunktionaler LNG-Terminal Brunsbüttel

Das in Brunsbüttel geplante LNG-Terminal kann über die derzeit geplante Verwendung hinaus auch perspektivisch zum Aufbau einer Infrastruktur für eine zukünftige klimaneutrale Energieversorgung auf der Basis importierter regenerativer Energie beitragen. Das ist das Ergebnis einer jüngst veröffentlichten Studie der Technischen Universität Hamburg Harburg (TUHH). Ende Juni reichte die Projektgesellschaft zudem einen Antrag auf Planfeststellung für ein LNG-Terminal ein. 

In Brunsbüttel entsteht ein Terminal für den Import und die Weiterverteilung von LNG. Es wird über zwei LNG-Tanks mit einer Kapazität von jeweils 165.000 m³ sowie eine LNG-Regasifizierungsanlage verfügen. Das Terminal wird damit eine Kapazität haben, um bis zu 8 Mrd. Nm³ Erdgas pro Jahr in das Netz einzuspeisen. Die Projektgesellschaft German LNG Terminal ist zurzeit dabei, verbindliche Kapazitätsbuchungen mit potenziellen Kunden zu finalisieren. Stand des Genehmigungsverfahrens Die German LNG Terminal GmbH hat zum 30. Juni 2021 den Antrag auf Planfeststellung für die Errichtung eines Hafens zum Umschlag von LNG am Standort Brunsbüttel beim Amt für Planfeststellung Verkehr in Kiel eingereicht. Antragsgegenstand ist unter anderen ein Schiffsanleger mit zwei Anlegemöglichkeiten für Schiffe bis zur QMax-Größe sowie Anlagen zur Verteilung des LNG per Tankkraftwagen, Eisenbahnkesselwagen und kleineren Schiffen. Aus genehmigungsrechtlicher Sicht setzt sich das Gesamtprojekt aus dem Planfeststellungsverfahren für die Hafeninfrastruktur einschließlich der wasserseitigen Anlagen und einem immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren für die landseitige Lagerung von LNG einschließlich der entsprechenden Nebenanlagen zusammen. Das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren wird nach dem Planfeststellungsverfahren bei der zuständigen Behörde eingeleitet.

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