e|m|w.trends Von Matthias Gebauer und Prof. Dr. Peter Britz, Technisches Umweltmanagement, Hochschule Hamm-Lippstadt

Regionale Einbindung von Energiespeichern

Um die zukünftige Überlastung regionaler Netze und die wiederkehrende Abregelung erneuerbarer Energien zu minimieren, ist es notwendig, regionale Konzepte zur Speicherung und Sektorenkopplung zu entwickeln und zu implementieren. Eine regionale Bedarfsanalyse ermöglicht die zukünftige wirtschaftliche Installation von Speichern auf regionaler Ebene.

Im Bereich der erneuerbaren Energien gibt es das Problem der Nicht–Speicherbarkeit von Strom, welcher aus regenerativen Erzeugern gewonnen wird. Oft wird dieser in Deutschland dezentral produziert, was zu lokalen Erzeugungsspitzen führt, die nicht immer direkt verbraucht oder durch das Übertragungsnetz abtransportiert werden können. Um eine Überlastung lokaler Netze zu verhindern, wird regenerativ erzeugte Energien in solchen Fällen oft abgeregelt oder zu einem bisweilen negativen Preis in das Ausland verkauft. Damit die Energiewende weg von fossilen Kraftstoffen hin zu erneuerbaren Energien möglichst schnell und zielgerichtet vorangetrieben werden kann, sollte jedoch jede Kilowattstunde Strom aus regenerativen Erzeugern möglichst ortsnah genutzt werden. Allein der Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen führt nicht zu einer Realisierung der ausgegebenen Ziele der Energiewende. Mit der Schaffung von neuen Photovoltaik- und Windenergieanlagen steigt der Anteil des erzeugten Stroms, der nicht direkt verbraucht werden kann, stetig an. Daher ist es notwendig sowohl Energiespeicherkonzepte als auch ein optimiertes Lastmanagement zu schaffen und diese möglichst gut miteinander zu verknüpfen. Zu Zeiten, in denen regenerative Quellen keinen Strom erzeugen, sollten Speichertechnologien saubere Energien zur Verfügung stellen, um die Ziele der Energiewende zu realisieren.

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