Commodities & Dienstleistungen Von Hind Seiferth, Geschäftsführerin, Unigy GmbH, Dr. Rainer Lux, Inhaber, Energy Methods, und Dr. Edmund Menge, Senior Manager, KPMG AG

Implizite Risiken im Vertrieb mit Delta-Hedging managen
Das Hedging des physischen Bedarfs bei Vollversorgungen hat Grenzen

Die ausschließliche Absicherung von physischen Vertriebsportfolien über einen Risiko- treiber (beispielsweise Temperatur) oder die Nicht-Absicherung verkaufter Flexibilität reicht häufig nicht aus. Das dynamische Delta-Hedging ist ein sinnvolles Instrument zur Absicherung des Deckungsbeitrages von Vollversorgungsverträgen im Strom- und Gasvertrieb.

Das häufigste von Energieversorgungsunternehmen vertriebene Produkt sind Vollversorgungsverträge mit Festpreis. Diese werden gerne abgeschlossen, da sie für den Abnehmer ein "Sorglospaket" darstellen und durch die gewährte Mengen-Flexibilität und den Festpreis sowohl das Mengenrisiko als auch das Marktpreisrisiko absichern. Damit verbleiben diese Risiken beim Verkäufer, also zum Beispiel dem Stadtwerk oder Weiterverteiler. Die grundsätzliche Schwierigkeit des Verkäufers bei der Absicherung des Mengen- und daraus entstehenden Preisrisikos liegt darin, dass das physische Kundenabnahmeverhalten von einer Vielzahl schlecht prognostizierbarer Einflussfaktoren wie Konjunktur, Produktionsplanung und -prozess oder Wetter abhängt. Eine gasseitig häufig praktizierte Hedgingstrategie der Verkäufer ist die Absicherung der temperaturgetriebenen Variabilität des physischen Verbrauchs beispielsweise über Sigmoidverträge. Stromseitig ist die Absicherung über einen spezifischen Risikotreiber nicht üblich.

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