Energiewende braucht moderne und kosteneffiziente Netzentgeltstruktur

Sonderteil Neue Energiewirtschaft  /  Robert Busch, Geschäftsführer Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne)

Netzentgelte nehmen einen immer größeren Posten auf den Stromrechnung ein, um nicht zu sagen, den größten: Mit einem Anteil von rund 25 Prozent haben sie die Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz als Kostentreiber überholt. Diese Entwicklung
kann so nicht weitergehen. Für die Energiewende brauchen wir eine moderne und kosteneffiziente Netzentgeltstruktur. Ein erster Schritt wäre es, für mehr Transparenz bei der Netzregulierung zu sorgen. Aktuell ist es schwer nachzuvollziehen, wie genau die Verteilnetzbetreiber mit den genehmigten Entgelten umgehen. Der Grund: Sämtliche Beschlüsse der Bundesnetzagentur zu Netzentgelten werden auf Wunsch der Verteilnetzbetreiber nur mit Schwärzungen veröffentlicht. 

Diese berufen sich auf das Geschäftsgeheimnis. In einem Monopolbetrieb wie dem Netz taugt dieses Argument allerdings nicht, es gibt dort keine Konkurrenz. Ein aktuelles Urteil des Verwaltungsgerichts Köln bestätigt diese Auffassung. Die Verteilnetzbetreiber drängen zudem derzeit massiv auf eine Reform der Regulierung. Sollten ihre Wünsche umgesetzt werden, könnten die Kosten für die Verbraucher noch einmal um weitere Milliarden steigen, so eine Berechnung der Bundesnetzagentur. Ein Grund: Die Pläne – auch getragen durch die Bundesländer – reizen vor allem das tatsächliche Verlegen von Kabeln an und konservieren die zersplitterten, ineffizienten Netzstrukturen...

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