Nord Stream 2, OPAL und verwandte Themen

DE - Editorial  /  Dr. Heiko Lohmann

Am 10. September war die „bearishe“ Sommerstimmung am Gasmarkt mit einem Schlag vorbei. An diesem Tag teilte der niederländische Wirtschaftsminister Eric Wiebes dem Parlament mit, wie stark er die Groningen-Produktion ab Oktober begrenzen will und wann die Produktion beendet werden soll. Am gleichen Tag entschied das Europäische Gericht (EuG) in Luxemburg, dass die EU-Kommission bei ihrer Zustimmung zum „OPAL-Vergleich“ die Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit einzelner EU-Mitgliedstaaten nicht ausreichend geprüft habe. Die Zustimmung wurde aufgehoben, die OPALKapazität darf nur zur Hälfte genutzt werden. Die Gaspreise reagierten sofort, aus Sicht einiger Händler eher übertrieben. Zumindest die Prompt-Preise fielen dann auch wieder. Zu beiden Ereignissen finden Sie in diesem Heft die Einzelheiten. Wobei die Auswirkungen der OPAL-Entscheidungen recht komplex sind, weshalb wohl in den Tagen nach der Entscheidung bei OPAL-Gastransport die Leitungen glühten und die Email-Konten mit Anfragen nach Aufklärung überquollen.

Die OPAL-Entscheidung ist eingebettet in das Thema des Monats, in dem die verschiedenen Facetten der zukünftigen russischen Gasflüsse nach Europa betrachtet werden. Alles hängt mit allem zusammen, deshalb wird der aktuelle Stand bei Nord Stream 2, dem Ukrainetransit, OPAL aber auch beim polnischen Transit betrachtet. Ich hatte ja schon der letzten Ausgabe in der Rubrik Marktgerüchte berichtet, dass aus meiner Sicht das Risiko einer zumindest kurzfristigen Unterbrechung des Ukraine-Transits recht hoch ist.

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