Erzeugung & Infrastruktur Von Ralph-Ino Prümm, Head of Product Management, EEBUS Initiative

Gebäude müssen mit dem Stromnetz sprechen.
So stabilisieren flexible Stromverbraucher das Stromnetz

Mit der zunehmenden Installation von Wärmepumpen und der Inbetriebnahme von E-Autos ist die Befürchtung verbunden, dass die Stromnetze zukünftig zu stark belastet werden. Dies ist eine Fehleinschätzung. Mittels einer intelligenten, standardisierten Kommunikation mit speicherfähigen Verbrauchern in Gebäuden kehren diese ihre potenzielle Belastung für das Netz in Vorteile um.

Mit zunehmender Elektrifizierung in Gebäuden, etwa durch E-Auto-Ladestationen oder Wärmepumpen, werden Energieengpässe in lokalen Verteilnetzen zunehmend wahrscheinlicher. Gerade Ladestationen für E-Autos mit höheren Ladeleistungen bringen für das Netz deutliche Mehrbelastungen, die vielfach in der anstehenden Menge der neuen Verbraucher nicht vorgesehen sind. Bereits seit Jahren geistern Meldungen über den „E-Mobilitäts-Blackout“ oder den berüchtigten „Tagesschau-Effekt“ durch die Wirtschaftsmedien. Der Tenor ist stets derselbe: Laden massenhaft E-Autos zeitgleich an privaten Ladestationen und nutzen immer mehr Kunden Wärmepumpen, dann stellt dies zu hohe Anforderungen an das Verteilnetz.

Erprobungen zeigen allerdings auch den gegenteiligen Effekt: Liegenschaften können dank eines standardisierten Informationsaustausches mit dem Netz entlastend interagieren. Gerade E-Autos können, ähnlich wie Wärmepumpen, ihre Leistungen an die Gegebenheiten im Netz anpassen und so als flexible Energiespeicher Erzeugungsspitzen im Stromnetz mindern.

Vollständigen Artikel lesen?

Sie sind bereits Kunde?

Dann können Sie diese Ausgabe als E-Paper lesen.

Jetzt einloggen.

Login

Diese Ausgabe kaufen

Jetzt E-Paper herunterladen oder die gedruckte Ausgabe bestellen.

E-Paper kaufen Printausgabe bestellen

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der e|m|w 4|20.

Alle Artikel der Ausgabe 4|20 Ausgabe kaufen