Erzeugung & Infrastruktur Von Wulf Raether, Projektdirektor, Siemens Gamesa Renewable Energy GmbH & Co. KG

Die neue Steinzeit
Energiespeicher für die Versorgungssicherheit mit erneuerbaren Energien

Die neue Steinzeit - So lässt sich eine neue Speichertechnologie beschreiben, die erstmalig in einem Versuchskraftwerk in Hamburg Altenwerder entsteht und Energie in Form von Wärme in Steinen speichert. Bauherr und Betreiber ist Siemens Gamesa Renewable Energy. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert und besteht aus einem Konsortium mit Hamburg Energie, TUHH und Siemens Gamesa.

Um eine zuverlässige Stromversorgung aus vorrangig erneuerbaren Quellen zu ermöglichen, müssen potenziell große Energiemengen zwischengespeichert werden. Derzeit gibt es nur wenige Technologien, die meisten mit eingeschränkter technologischer Reife, die dazu geeignet wären, die Einspeiseschwankungen der Erneuerbaren auszugleichen. Power-to-Gas, Druckluft- und Pumpspeicherkraftwerke sind dabei mit hohen Kosten und infrastrukturellen Anforderungen verbunden. Siemens Gamesa hat deshalb die Ideen seiner Ingenieure in die Realität umgesetzt: den elektro-thermischen Energiespeicher (ETES). Sie waren getrieben von der Frage, wie sie die überschüssige Energie aus Wind und Sonne einfangen können und diese nachts sowie in windarmen Zeiten dem Stromnetz wieder zur Verfügung stellen können. Die Antwort, der ETES, stellt eine einfache Alternative dar, die in der zurzeit weltweit größten Speicherversuchsanlage in Hamburg Altenwerder erfolgreich umgesetzt wurde

Mit dem Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne wird Luft aufgeheizt und durch 1.000 Tonnen Vulkangestein geblasen. Die Luft gibt die Wärmeenergie an die Steine ab und heizt diese bis zu 800 Grad Celsius auf, solange Wind und Sonne überschüssigen Strom erzeugen. In Zeiten der Windstille oder wenn die Sonne nicht scheint, wird die eingespeicherte Wärme rückverstromt...

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